Challenge League
Rezepte für die Sensation: So schafft der FC Aarau die Barrage doch noch

Der FC Thun ist Favorit auf den Barrageplatz, der FC Schaffhausen der erste Verfolger – doch auch für den FC Aarau und für Lausanne-Ouchy gibt es noch Wege in die Aufstiegsspiele. Die «AZ» zeigt den aus Aarauer Sicht idealen Endspurt, der am Dienstag mit dem Heimspiel gegen Kriens (im AZ-Liveticker) beginnt.

Sebastian Wendel
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Dürfen die Aarauer (im Bild Stojilkovic) nochmals um die Barrage bibbern? Oder ist bereits am Dienstagabend und nach dem Heimspiel gegen Kriens das endgültige Out im Barragerennen Tatsache?

Dürfen die Aarauer (im Bild Stojilkovic) nochmals um die Barrage bibbern? Oder ist bereits am Dienstagabend und nach dem Heimspiel gegen Kriens das endgültige Out im Barragerennen Tatsache?

Bild: Keystone

In aussichtslosen Situationen sagen Spieler oder Trainer gerne: «Solange es rechnerisch möglich ist, werden wir darum kämpfen.» Heisst übersetzt in den Klartext:

«Jetzt hilft nur noch ein Wunder.»

Aarau-Trainer Stephan Keller gehört zu denen, die sagen, was sie denken. Seine Prognose nach dem 2:3 am Samstag in Schaffhausen lautet: «Das Resultat ist ein Indikator, dass die Barrage ohne uns stattfinden wird. Trotzdem gehen wir in die verbleibenden Spiele mit dem Ziel, die Maximalpunktzahl zu holen. Und dann schauen wir, wie die Tabelle aussieht.»

Eine Mischform aus Segel streichen und Durchhalteparole, welche die Ausgangslage vor den letzten drei Spieltagen gut wiedergibt: Aarau liegt drei Runden vor Schluss sechs Punkte hinter dem Barrage-Platz und kann die Aufstiegsspiele nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Doch der Fussball hat oft genug bewiesen, dass selbst die irrsten Szenarien eintreffen können, Sensationen passieren öfter, als es der Begriff verspricht – der FCA und seine Fans können ein Lied davon singen (2. Juni 2019!).

Und auch wenn nach der Pleite in Schaffhausen gefühlsmässig der Barrage-Zug aus dem Brügglifeld abgefahren ist, gilt: Der FC Aarau kann sich sogar noch eine Niederlage leisten und trotzdem die Barrage erreichen, sofern die Konkurrenz mitspielt.

Die Tabelle der Challenge League vor der 34. Runde:

Der Stand der Tabelle vor Beginn der 34. Runde, die teilweise schon am Montag, 10. Mai gespielt wird. Aarau spielt dagegen erst am Dienstag, 11. Mai gegen den SC Kriens.

Der Stand der Tabelle vor Beginn der 34. Runde, die teilweise schon am Montag, 10. Mai gespielt wird. Aarau spielt dagegen erst am Dienstag, 11. Mai gegen den SC Kriens.

Screenshot

Restprogramm der Barrage-Kandidaten (ausser GC):

FC Thun: Schaffhausen (h), Aarau (h), Wil (a)

FC Schaffhausen: Thun (a), Chiasso (h), Winterthur (a)

FC Aarau: Kriens (h), Thun (a), Stade Lausanne-Ouchy (h)

Stade Lausanne-Ouchy: Xamax (h), Wil (h), Aarau (a)

34. Spieltag: 10./11. Mai; 35. Spieltag 14. Mai; 36. Spieltag 20. Mai.

Die «AZ» zeigt vor Beginn des 34. Spieltags (10./11. Mai) auf, unter welchen Umständen sich der FC Aarau noch für die Barrage qualifizieren kann. Voraussetzung ist: Die Mannschaft muss von den verbleibenden drei Spielen mindestens zwei gewinnen, darunter das Auswärtsspiel am kommenden Freitag in Thun.

Aarau holt noch 6 Punkte und kommt in die Barrage, wenn:

  • Der FC Thun die verbleibenden drei Partien verliert. Dazu muss der FCA in der Tordifferenz gegenüber den Berner Oberländern acht Treffer gutmachen.
  • Der FC Schaffhausen in den verbleibenden drei Partien maximal 4 Punkte holt. Dazu muss der FCA in der Tordifferenz gegenüber den Schaffhausern zehn Treffer gutmachen.
  • Stade Lausanne-Ouchy in den verbleibenden drei Partien maximal 6 Punkte holt.

Aarau holt noch 7 Punkte und kommt in die Barrage, wenn:

  • Der FC Thun in den verbleibenden drei Partien maximal 1 Punkt holt. Dazu muss der FCA in der Tordifferenz gegenüber den Berner Oberländern acht Treffer gutmachen.
  • Der FC Schaffhausen in den verbleibenden drei Partien maximal 5 Punkte holt. Dazu muss der FCA in der Tordifferenz gegenüber den Schaffhausern zehn Treffer gutmachen.

Aarau holt noch 9 Punkte und kommt in die Barrage, wenn:

  • Der FC Thun in den verbleibenden drei Partien maximal 3 Punkte holt. Dazu muss der FCA im Torverhältnis gegenüber den Berner Oberländern acht Treffer gutmachen.
  • Der FC Schaffhausen in den verbleibenden drei Partien maximal 7 Punkte holt. Dazu muss der FCA im Torverhältnis gegenüber den Schaffhausern zehn Treffer gutmachen.