Aargauer Volkslauf
Bruno Albuquerque verpasst den Streckenrekord um 23 Sekunden

Er kam, sah und siegte: Bruno Albuquerque, der seit anderthalb Jahren in der Schweiz lebt, aber international immer noch für Portugal startet, dominierte den Aargauer Volkslauf. Der Bahnläufer liess seinen Konkurrenten auf den 10 Meilen keine Chance.

Kathrin Aerni
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Bilder vom Aargauer Volkslauf
15 Bilder
Matthias Merz auf den Fersen von Albuquerque.
Kurz nach dem Start: Mathias Merz (2.), Bruno Albuquerque (1.) und Carsten Brod (3.).
Matthias Merz zieht das Tempo an.
Jutta Brod siegte bei den Frauen.
Seitenblick am Start.
Unterwegs am Aargauer Volkslauf.
Voll abgehärtet.
Unterwegs am Aargauer Voklslauf.
Warten im Zelt.
Jutta Brod.
Alexandra Schaller.
Gut geschnürt ist halb gelaufen.
Beobachter am Streckenrand.
Carsten Brod.

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roland jaus

Er kam, sah und siegte: Bruno Albuquerque, der seit anderthalb Jahren in der Schweiz lebt, aber international immer noch für Portugal startet, dominierte den Aargauer Volkslauf. Der starke Bahnläufer liess seinen Konkurrenten auf den zehn Meilen keine Chance und lief unangefochten zum Sieg.

Das Rennen der Hauptkategorien der Männer ist schnell erzählt. Bereits nach der ersten Rennhälfte lag Bruno Albuquerque vorne. Der 25-jährige Portugiese in den Farben des BTV Aarau lief von Beginn an ein einsames Rennen, und das über die gesamte Distanz von zehn Meilen (16,093 km). Der Speaker vom organisierenden Aargauischen Leichtathletikverband rief begeistert: «Go Bruno, Go!» Dieser erhöhte denn auch die Pace nochmals und lief allein dem Ziel entgegen. Am Ende resultierte eine hervorragende Zeit von 50:35,40 Minuten. Damit verbesserte sich der Noch-Portugiese um über 40 Sekunden gegenüber dem Vorjahr, als er ebenfalls gewann.

23 Sekunden fehlten

«Ich habe mich heute super gefühlt», meinte der überlegene Aargauer Volkslaufsieger im Ziel. «Schade nur, dass ich nicht genau wusste, wie viel zum Streckenrekord fehlt.» Tatsächlich wurde Bruno Albuquerque während den gesamten zehn Meilen nie darüber informiert, wie weit er vom Streckenrekord entfernt ist (dieser hält seit 2011 der Eritreer Zeremariam mit 50:12 Minuten). Am Schluss waren es gerade einmal 23 Sekunden, die Albuquerque fehlten. «Ich freue mich trotzdem über meinen zweiten Sieg», sagte der schmächtige Portugiese versöhnlich.

Bereits nächstes Wochenende startet Albuquerque an einem der bestbesetzten Läufe der Schweiz, dem Luzerner Stadtlauf. «Dort wird es sehr schwierig, wenn auch die Kenianer und Äthiopier am Start sind», blickt er jedoch etwas skeptisch voraus.

Doch darüber hinaus hat der leichtfüssige Läufer allen Grund zuversichtlich zu sein. Im September wird er seine Freundin Carina Marques heiraten. Sie gewann übrigens ihre Kategorie W20. Dann hat er bald auch die Option, für die Schweiz zu starten. Die EM in Zürich kommt allerdings noch zu früh. Noch kann er sich für sein Heimatland qualifizieren, obwohl das strengere Limiten voraussetzt als die Schweiz. (Beispiel 10 000 Meter: 28:50 Minuten gegenüber 28:55).

Matthias Merz findet Gefallen

In Aarau ebenfalls ein starkes Rennen liefen Matthias Merz (Aarau) und Christoph Feremutsch (Kölliken). Die beiden waren neben dem Sieger die einzigen Teilnehmer, welche die zehn Meilen deutlich unter einer Stunde zurücklegten: Merz in 54:40,2 Minuten und Feremutsch in 56:41,0. Der ehemalige Top-OL-Läufer Merz, der seine internationale Karriere letztes Jahr beendet hat, findet offensichtlich immer mehr Gefallen an den Volksläufen.

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