EHC Aarau
Aarauer Adler besiegen Lyss und haben nun Heimrecht

Im letzten Spiel der Masterround traf der EHC Aarau gestern Abend auf den SC Lyss. Bei der Generalprobe für den Playoff-Viertelfinal, in dem sich die beiden Teams erneut gegenüber stehen werden, siegte Aarau mit 4:2.

Fabio Baranzini
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EHC Aarau besiegt SC Lyss
10 Bilder
Patrick Ruprecht (vorne, Aarau) laesst die Gegner fllegen
Bauchlandung fuer den EHC Aarau
Patrick Bula (rechts, Aarau) gegen Goalie Patric Schmidlin
Lukas Leuenberger (links, Aarau) und Thomas Klaey (rechts, Lyss) geraten aneinander
Boris Neher (rechts, Aarau) gegen Goalie Patric Schmidlin (links, Lyss)
Stefan Wernli (rechts, Aarau) am Puck
Boris Neher vom EHC Aarau jubelt
Jubel beim EHC Aarau mit Boris Neher in der Mitte
Aaraus Goalie Flurin Brunner (Mitte) wehrt gegen Bruno Blatter ab

EHC Aarau besiegt SC Lyss

Alexander Wagner

Mit Winterjacken, Mützen, Handschuhen und Wolldecken trotzten die gut 150 Zuschauer auf der Aarauer Kunsteisbahn der klirrenden Kälte. Was sie jedoch im ersten Drittel von den beiden Mannschaften geboten bekamen, dürfte sie kaum erwärmt haben.

Selten flüssige Aktionen

Beide Equipen waren bemüht, das Spielgeschehen zu kontrollieren, doch sowohl die Aarauer wie auch die Gäste aus Lyss agierten im Spielaufbau sehr fehlerhaft. Es gab selten zusammenhängende Aktionen zu sehen und im Abschluss fehlte die Präzision. Wenn es vor dem Tor zu heissen Szenen kam, dann waren diese oftmals ein Produkt des Zufalls. So auch kurz vor der Pause, als das 1:0 für Lyss fiel. Nach einem Gerangel vor dem Aarauer Tor landete ein missglückter Abwehrversuch der Heimmannschaft beim Lysser Oliver Beer, der ohne zu zögern abdrückte und einen satten Distanzschuss in die Maschen hämmerte.

Viele Strafminuten

Im zweiten Drittel konnten sich beide Mannschaften ein wenig steigern und erspielten sich mehr Torchancen. Inder 22. Minute gelang Neher auf Pass von Boner der Ausgleich für die Aarauer. Nach dem Ausgleich wurde die Gangart ruppiger und das Schiedsrichtertrio verteilte im zweiten Abschnitt nicht weniger als 26 Strafminuten. Im Verlauf des Mittelabschnitts waren es die Gäste aus Lyss, die mehr Zug aufs Tor entwickeln und sich ein Chancenplus erarbeiten konnten. In der 26. Minute verwertete Remo Eisenring ein Zuspiel von Jan Krebs zur 2:1-Führung für die Gäste. Mit diesem Resultat ging es in die zweite Pause.

Führung in der 57. Minute

In den letzten zwanzig Minuten fanden die Aarauer endlich zu ihrem Spiel. In Überzahl erzielte Boner den erneuten Ausgleich für die Gastgeber und nur fünf Minuten später, in der 57. Spielminute, brachte Frei den EHC Aarau mit einem Schuss aus spitzem Winkel erstmals an diesem Abend in Führung. Sieben Sekunden vor Spielende traf Frei schliesslich zum entscheidenden 4:2 ins leere Tor. Dank dem Sieg gegen Lyss geniessen die Aarauer am kommenden Samstag im ersten Playoffspiel Heimrecht.

Unzufriedener Trainer

«Das ist ein kleiner Vorteil, denn Lyss ist zu Hause sicher stärker als auswärts», meint Patric With, Trainer des EHC Aarau. Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Coach trotz der finalen Wende und trotz dem Sieg, überhaupt nicht zufrieden. «Wir haben sehr schlecht gespielt und das mussten sich meine Spieler in der letzten Pause auch anhören», so With. Der EHCA-Coach erwartet am kommenden Samstag an gleicher Stätte ein sehr enges und nervöses Spiel. «Ich hoffe, so With, dass wir, je länger die Serie dauert, unsere physischen Vorteile ausspielen können und gegen Lyss gewinnen.»

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