Handball Schweizer Cup
29:25-Auswärtssieg: HSC feiert gegen Lakers Stäfa Versöhnung und Cup-Halbfinaleinzug

Der HSC Suhr Aarau gewinnt den Viertelfinal im Schweizer Cup gegen die Lakers Stäfa mit 29:25.

Drucken
Patrick Romann beim Abschluss eines HSC-Angriffs.

Patrick Romann beim Abschluss eines HSC-Angriffs.

foto-net / Alexander Wagner

Der 18. April 2015 ging als einer der bittersten Tage in die Geschichte des HSC Suhr Aarau ein. Damals stiegen die NLA-Handballer im allerletzten Spiel der Saison sogleich wieder in die Nationalliga B ab.

Am Dienstag, 17. Oktober 2017 kehrten sie im Schweizer Cup-Viertelfinal nun erstmals auf den Stäfner Frohberg zurück. Dies unter ganz anderen, aber aufgrund zahlreicher namhafter Abwesender dennoch unter besonderen Vorzeichen.

Die Versöhnung gelang dem Team von Trainer Misha Kaufmann dabei erfolgreich: Dank des 29:25-Sieges qualifiziert sich der HSC Suhr Aarau souverän für die Cup-Halbfinals und hofft nun anlässlich der heutigen Auslosung auf ein seit 2012 langersehntes Heimspiel in diesem Wettbewerb.

Exakt 920 Tage nach besagter Finalissima um den direkten Abstieg, in der sich die nun in der Nationalliga B sechstplatzierten Lakers noch in die Barrage retteten, erinnerte beinahe nichts mehr an jenen Samstag.

Vom aktuellen HSC-Aufgebot waren damals gar einzig Joel Kaufmann sowie die Gebrüder Lukas und Patrick Strebel mit von der Partie.

Captain Patrick Romann wäre der Vierte im Bunde gewesen, er sass aber seine nach dem Wacker-Heimspiel erhaltene Sperre ab und gesellte sich damit in die namhafte Liste der (rekonvaleszenten) Abwesenden Beau Kägi, Nikola Isailovic, Tim Aufdenblatten und Dario Ferrante.

Mit dem, mit zahlreichen, eigenen Nachwuchshoffnungen ergänzten Kader, führte der oberklassige Favorit früh mit 3:0 (4.) und 7:3 (12.) standesgemäss und kontrollierte die Partie aus der gewohnt stabilen Abwehr heraus im ersten Durchgang beinahe nach Belieben.

Dies ermöglichte die wiederum frühe und für die persönliche Entwicklung so enorm wertvolle Hereinnahme der erwähnten Nachwuchshoffnungen – es beeindruckt wie konsequent und nachhaltig der Verein dabei seine Philosophie verfolgt.

So entlastete beispielsweise das erst 17-jährige Kreisläufer-Juwel Lukas Laube als eines von neun eingesetzten Eigengewächsen (bei vierzehn Spielern auf dem Matchblatt) ab der 20. Spielminute Milan Skvaril defensiv auf der Halbposition.

Die unterklassigen Hausherren starteten nach dem deutlichen 9:15-Pausenrückstand jedoch besser in den zweiten Durchgang und provozierten bereits nach 35 gespielten Minuten beim Stand von 13:17 gar eine erste HSC-Auszeit, in der Misha Kaufmann kurzzeitig zurecht laut wurde.

Weil sein Team aber weiterhin nicht zur Form der ersten Halbzeit zurückfand und seinen Gegner durch einige einfache Fehler zudem weiter aufbaute, schaffte dieser bis zur 42. Spielminute gar den überraschenden 18:19-Anschluss und blieb bis zuletzt hartnäckig.

Weil die Achse Skvaril/Slaninka aber unterstützt vom gewohnt treffsicheren Timothy Reichmuth stets die passende Antwort fand, resultierte am Ende ein 29:25-Erfolg und der damit verbundene sensationelle Einzug in die Halbfinals des Schweizer Cup-Wettbewerbs.

Nun wartet die HSC-Familie gespannt auf die Auslosung und hofft auf das langersehnte, erste Cup-Heimspiel, im begeisterndsten Handball-Hexenkessel der Schweiz – der Schachenhalle Aarau, seit 2012.

Lakers Stäfa – HSC Suhr Aarau 25:29 (09:15)

Frohberg Stäfa – 330 Zuschauer, SR: Castineiras/Zwahlen.

Lakers Stäfa: Cibere (1. – 52., 9 Paraden), Frei (52. – 60., 2 Paraden), Valentakovic (5), Ardielli (1), Schlumpf (2), Vernier (2), Madsen (4), Brunner (8/1), Piske (2), Yada (1), Hara, Felder.

HSC Suhr Aarau: Radovanovic (1. – 60., 9 Paraden), Zehnder (1), Reichmuth (5), Baumann (5), Skvaril (10/2), Rohr (3), P. Strebel (1), Slaninka (4), L. Strebel, Prachar, Laube, Christ, Kaufmann, Büsching.