SPONSORED CONTENT
Was tun bei Zeckenstich?

In der Kniekehle meiner Tochter habe ich eine Zecke entdeckt. Beim Rausziehen ist der Kopf abgerissen und stecken geblieben. Nun mache ich mir Sorgen. Worauf muss ich achten? Frau M. B. aus B.

Im Auftrag von Gesundheit Aargau
Drucken
Teilen

Dieser Artikel wurde von CH Media im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den CH Media-Richtlinien für Paid Content.

Werden Zecken rasch entfernt, ist das Risiko einer Borreliose minim.

Werden Zecken rasch entfernt, ist das Risiko einer Borreliose minim.

Bild: Shutterstock
Ratgeber Gesundheit mit Dr. Csongor Deak, Oberarzt Pädiatrie, Kantonsspital Baden

Ratgeber Gesundheit mit Dr. Csongor Deak, Oberarzt Pädiatrie, Kantonsspital Baden

Bild: PD

Die Zeckenentfernung gelingt am besten mit einer schmalen Pinzette: Packen Sie die Zecke direkt über der Haut und ziehen Sie sie langsam heraus. Die Stelle desinfizieren und fertig!

Stecken gebliebene Kopfreste können problemlos belassen werden. Sie erhöhen nicht das Infektionsrisiko, und durch die Hauterneuerung werden sie von allein abgestossen. Es braucht also keine Notfallübung, um Zeckenreste «herauszuoperieren». Geben Sie kein Öl, keinen Nagellack oder Ähnliches auf die haftende Zecke! Dies würde die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen.

Beobachten Sie Ihr Kind während mindestens vier Wochen nach dem Stich. Bei diesen Symptomen ist ein Arzttermin angezeigt:

  • Wanderröte: Hautrötung, die über mehrere Tage ringförmig wächst (>5cm im Durchmesser)
  • Akute Kopf-, Nacken- und/oder Rückenschmerzen, falls sie nicht innert vier bis fünf Tagen spontan verschwinden
  • Lähmungserscheinungen
  • Fieber mit einseitiger schmerzhafter Schwellung

Zwischen März und November soll nach Aufenthalt im Wald und in hohem Gras der Körper auf Zecken abgesucht werden. Schauen Sie auch hinter den Ohren, am Kopf (im Haar) mit Kamm und im Intimbereich. Je nach Entwicklungsstadium können Zecken winzig (1 mm) sein.Bei uns ist die Borreliose die mit Abstand häufigste «Zeckenkrankheit». Wird die Zecke innert zwölf Stunden entfernt, das heisst noch am gleichen Abend, sinkt das Risiko einer Borreliose fast auf null. Anti­biotisch korrekt behandelt, verursacht die Borreliose keine Folgeschäden. Die beiden anderen «Zeckenkrankheiten» sind in der Schweiz selten: Die Tularämie (Hasenpest) kann antibiotisch kuriert werden, und für die FSME (virale Hirnentzündung) gibt es eine wirksame Impfung, die ab 6 Jahren empfohlen wird.

Und zum Schluss: Werfen Sie die entfernte Zecke getrost weg. Eine Untersuchung der Zecke auf Krankheitserreger kostet Geld und hilft bei der Therapieentscheidung nicht weiter.

Aktuelle Nachrichten