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Unerfüllter Kinderwunsch

Mein Mann (33) und ich (28) möchten unbedingt Eltern werden. Leider klappte es bisher nicht. An wen können wir uns wenden? Welche Untersuchungen sind sinnvoll? Die Situation belastet uns zunehmend. Frau K. K. aus W.

Erstellt von Mischka Schneider, Leiter Kunderwunschzentrum Baden / Partner Ratgeber Gesundheit Aargau
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Babywunsch, aber es klappt nicht? Abklären statt abwarten.

Babywunsch, aber es klappt nicht? Abklären statt abwarten.

Quelle: Getty
Mischa Schneider, Leiter Kinderwunschzentrum Baden

Mischa Schneider, Leiter Kinderwunschzentrum Baden

Quelle: PD

Von Sterilität sprechen wir, wenn ein Paar bei regelmäs­sigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr während mindestens eines Jahres vergeblich versucht, ein Kind zu bekommen. Davon ist in der Schweiz jedes fünfte bis sechste Paar ­betroffen. Wie lange mit einer Abklärung gewartet werden kann, hängt vor allem vom Alter der Frau ab. Als erste Anlaufstelle wird meistens der Haus- oder Frauenarzt aufgesucht. Dieser kann über mögliche Abklärungen und Angebote von Kinderwunschzentren beraten.

In unserem Kinderwunschzentrum sehen wir, wenn immer möglich, das Paar gemeinsam zu  einem ersten Beratungsgespräch. Aus der Anamnese, also der Leidensgeschichte, lassen sich erste Schlussfolgerungen über die mögliche Sterilitätsursache ziehen. Danach kann der genaue Abklärungsablauf für jedes Paar individuell festgelegt werden. Ziel ist es, herauszufinden, welche Faktoren den unerfüllten Kinderwunsch verursachen. Nur so ist eine zielgerichtete Therapie möglich.

In der Regel wird bei der Frau ein Ultraschall kurz nach Beginn der Menstruation durchgeführt und gleichzeitig Blut zur Bestimmung der Hormone entnommen. Anschliessend kon­trollieren wir mit dem Ultraschall das Heranwachsen des ­Eibläschens und die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut. Zudem wird mittels einer weiteren Blutentnahme untersucht, ob der Eisprung stattgefunden hat. Als letzter Schritt der Basisabklärung sollte die Durchgängigkeit der Eileiter abgeklärt werden. Im Normalfall geschieht dies im Rahmen eines Ultraschalls mit Kontrastmittel. Beim Mann erfolgt ein sogenanntes Spermiogramm, wobei die Spermien nach Konzentration, Beweglichkeit und Form untersucht werden. Alle er­wähn­ten Abklärungen werden von den Krankenkassen übernommen, falls eine Sterilität besteht.

In einem zweiten Gespräch werden die Befunde besprochen und die Vor- und Nachteile der möglichen Therapieformen erklärt. Allenfalls sind weiterführende Untersuchungen wie etwa die andrologische Abklärung des Mannes nötig. Auch eine Operation zur Untersuchung der Eileiter oder Behandlung einer Endometriose sind teilweise notwendig. Schliesslich wird ­zusammen mit dem Paar eine erste Therapie festgelegt.