SPONSORED CONTENT
Starker Harndrang: Was kann ich dagegen tun?

Ich muss ständig auf die Toilette, selbst nachts muss ich mehrmals aufstehen und Wasser lassen – manchmal geht auch was in die Hose… Mein Hausarzt sagt, da ­könne man nichts dagegen tun, ausser abends weniger zu trinken. Haben Sie einen Rat? Herr C.F. aus A.

Erstellt von den Partnern Gesundheit Aargau
Drucken
Teilen

Dieser Artikel wurde von CH Media im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den CH Media-Richtlinien für Paid Content.

Starker Harndrang kann medikamentös behandelt werden.

Starker Harndrang kann medikamentös behandelt werden.

Bilder: Getty/PD

Harndrang ist bei starker Blasenfüllung ein normales Symptom, das darauf aufmerksam macht, bald eine Toilette zur Entleerung der Harnblase aufzusuchen. Es kann sehr störend sein, wenn der Harndrang sehr stark ist und zu ungewolltem Urinverlust führt. Im Alltag wird häufig auch von einer «Reiz­blase» gesprochen.

Ratgeber Gesundheit mit Prof. Dr. med. Stephen Wyler, Chefarzt Urologie Kantonsspital Aarau

Ratgeber Gesundheit mit Prof. Dr. med. Stephen Wyler, Chefarzt Urologie Kantonsspital Aarau

Eine Urinuntersuchung ­sollte durchgeführt werden, um einen Harnwegsinfekt zu erkennen und ggf. zu behandeln. Findet sich Blut in der Urinuntersuchung ohne einen Infekt, sollte eine Spiegelung der Blase erfolgen, um einen Blasentumor auszuschliessen, da dies eine ernste Ursache sein kann, die zum Glück selten ist. Bei Männern kann auch eine Prostatavergrösserung zu störendem Harndrang führen.

Da die Blase über unser Gehirn und Nervenbahnen gesteuert wird, können Störungen der Gehirn- und Nervenfunktion zu Blasenstörungen führen. Viele neurologische Erkrankungen können Blasensymptome verursachen. In einem frühen Stadium der Erkrankung können solche Beschwerden den Weg zu einer neurologischen Diagnose weisen. Daher soll bei störendem Harndrang und unauffälligem Urin eine gründliche Untersuchung beim Hausarzt oder Spezialisten erfolgen.

Falls keine Ursachen für den Harndrang gefunden und behandelt werden können, besteht dennoch die Möglichkeit, die störenden Harndrang-Symp­tome zu dämpfen. Hierzu gibt es Medikamente, welche die Reizbarkeit der Blase herabsetzen und so den Harndrang vermindern. Sie reduzieren die Aktivität des Blasenmuskels und führen so zu weniger Harndrang.

Wenn dies nicht ausreicht, besteht die Möglichkeit, mittels Injektion von Medikamenten in die Blasenwand die Reizbarkeit der Blase herabzusetzen. Vorgängig müssen spezialärztliche Untersuchungen mit Blasenfunktionsmessungen durchgeführt werden, um den Erfolg einer invasiven Behandlung abschätzen zu können.

Harndrang ist also nicht in jedem Fall heilbar, aber die störenden Symptome können mit Medikamenten behandelt werden.

Aktuelle Nachrichten