Klub der jungen Geschichten
Alea, die Basketballerin im Zauberwald

Erina Vejseli, Nebikon, 5. Primar

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Ich stieg in den Keller. Dort schien ein Licht aus dem Schrank, den seit Ewigkeiten niemand mehr geöffnet hatte. Als ich in den Schrank stieg, war ich in einer anderen Welt, ich war in einem Zauberwald. Ich sah mich um und alles war pink und glitzrig. Ich traf einen Eisbären, er war nicht wie ein gewöhnlicher Eisbär. Er war rosa und seine Ohren glitzerten, seine Augen waren blau und er war sehr klein und niedlich. Der Eisbär zeigte mir die Umgebung, der Schnee war pink.

Der Eisbär hiess Moli. Er zeigte mir mein neues Zuhause, es war ein Iglu und natürlich war alles pink mit Glitzer. Moli sagte: «Mir gefällt es nicht, dass alles pink ist und so mädchenhaft.» Dann sagte er: «Naja, ist jetzt auch egal. Komm ich zeig dir noch mehr.» Er zeigte mir spezielle Bäume, die pink waren und der Baumstamm glitzerte. Auf dem Weg zum Iglu zurück sahen wir Molis Freunde. Moli stellte mir die Tiere vor, sie hiessen: Sam, Harry, Carrie und Abdul. Sie sagten: «Wollen wir Freunde sein?» Ich sagte: «Ja klar!»

Auf dem Weg zum Iglu zurück begegneten wir einem Zauberer namens Timo. Er bot mir ein Getränk an, ich war zuerst sehr skeptisch, aber trank es im Anschluss trotzdem. Es passierte nichts, also war ich beruhigt. Im Iglu stellte ich mich mit Namen, Alter und Hobby vor. «Hallo, ich heisse Alea, bin 13 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Berlin. Ich habe zwei jüngere Geschwister. Mein kleiner Bruder heisst Leo und ist drei Jahre alt, meine kleine Schwester heisst Lea und ist drei Monate alt.»

Alle gingen nach Hause, da es schon 22:00 Uhr war. Ich putzte mir die Zähne und ging schlafen. Zum Glück war es in diesem Iglu nicht kalt, sondern warm. Ich hatte Heimweh und konnte meine Familie weder anrufen noch kontaktieren, ich war sehr traurig, aber sagte zu mir selbst: Alea, du schaffst das! Auch wenn es mir hier gefällt, war ich traurig. Ich wusch mir die Tränen weg und schlief ein.

Am nächsten Morgen putzte ich mir die Zähne und zog mich um. Moli wartete vor dem Iglu auf mich. Er sagte: «Komm, wir gehen mit der ganzen Bande frühstücken.» Wir waren in einem Restaurant. Drei Mal dürft ihr raten, welche Farbe es hatte. Es war natürlich pink. Alle bestellten einen pinken Kakao und einen glitzernden Donut. Also bestellte ich das auch, weil alle sagten, es sei so lecker. «Das war der beste Kakao, den ich je getrunken habe!», sagte ich. Wir gingen zurück und spielten mit einem schönen rosa Ball Basketball. Wir bildeten zwei Mannschaften. Zur ersten Mannschaft gehörten ich, Sam, Carrie und zur zweiten Moli, Abdul und Timo. Falls ihr euch fragt, wo Harry ist, er übernahm die Rolle des Schiedsrichters. Wir hatten viel Spass und mein Team gewann. Wir spielten jeden Tag Basketball.

Eines Tages war es schon sehr spät, Molis Zuhause war weit weg vom Basketballplatz, also schlief Moli diese Nacht bei mir. Ich hatte eine Angewohnheit, und zwar schnarche ich immer. Moli regte sich um ein Uhr nachts extrem auf und hatte keine Lust mehr auf mich und das Schnarchen. Er attackierte mich und plötzlich war ich wieder in meinem Bett. Ich wachte schweissgebadet auf und erzählte die ganze Geschichte meiner Mutter und meinem Vater. Seit diesem Traum habe ich Angst vor Eisbären.