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Was ist ein Hüftschnupfen?

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Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.

Ein Hüftschnupfen ist schmerzhaft, aber weitgehend harmlos.

Ein Hüftschnupfen ist schmerzhaft, aber weitgehend harmlos.

Bild: Getty

Beim Sohn (6) meiner Nachbarin wurde ein Hüftschnupfen diagnostiziert. Wie äussert sich dieser, und wie wird er behandelt?

Herr M.B. aus W.

Der Hüftschnupfen (Coxitis fugax) ist eine recht häufige Krankheit im Kleinkindesalter. Der Häufigkeitsgipfel liegt bei 3 bis 8 Jahren, Knaben sind viermal so häufig betroffen wie Mädchen. Die Erkrankung tritt gehäuft im Frühling und im Herbst auf.

Beim Hüftschnupfen handelt es sich um eine meistens ein­seitige Hüftgelenksentzündung. Sie tritt häufig einige Tage bis Wochen nach einer viralen In­fektion auf. Durch die Entzündung sammelt sich im Gelenkspalt vermehrt Gelenkflüssigkeit an (Hüftgelenkserguss), was zu einer schmerzhaften Spannung der empfindlichen Gelenkkapsel führt. Die Kinder fallen durch ein plötzliches Schonhinken auf, sind aber bei gutem Allgemeinzustand und haben kaum Fieber. Obwohl die Schmerzen im Hüftgelenk entstehen, lokalisieren die Kinder das Problem häufig auch im Oberschenkel- oder im Kniebereich. Ein Arztbesuch ist mit diesen Symptomen angezeigt.

Neben einer typischen schmerzbedingten Einschränkung der Hüftgelenksbeweglichkeit kann der Arzt – falls nötig – einen Gelenkserguss mittels Ultraschalluntersuchung nachweisen und ausmessen. Weitere Untersuchungen (Blutuntersuchung, Gelenkspunktion) sind nur nötig, falls ein bakteriell-eitriger Erguss vermutet wird. Ein solcher würde eine andere Therapie (Antibiotikum) erfordern. Der Hüftschnupfen heilt zwar grundsätzlich spontan wieder aus, eine strikte Schonung (Bettruhe) und die Gabe eines ent­zündungshemmenden und schmerzstillenden Medikaments für ein paar Tage ist für eine rasche und anhaltende Genesung aber vorteilhaft.

Bis zur vollständigen Ausheilung sollte das Kind keinen Sport treiben. Ein gewöhnlicher Hüftschnupfen ist vorübergehend sehr schmerzhaft, hinterlässt aber nie bleibende Schädigungen. Falls die Beschwerden nicht innerhalb von zwei bis drei Wochen verschwinden oder schon bald wieder neu auftreten, ist eine weitergehende Abklärung mittels eines Röntgenbildes zum Ausschluss einer Wachstumsstörung im Kopfbereich des Oberschenkelknochens sinnvoll. Eine solche Wachstumsstörung (Morbus Perthes) kann im Anfangs­stadium gleich verlaufen wie ein Hüftschnupfen, würde aber im weiteren Verlauf eine andere Therapie benötigen.

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