Fehren

Unbekannte zerstören den Geburtsbaum einer Neugeborenen

Fehren: Unbekannte zerstören Geburtsbaum für Neugeborene Alenia

In Fehren zerstören Unbekannte in der Nacht auf Samstag einen Geburtsbaum.

Die kleine Alenia erblickte vor ein paar Wochen das Licht der Welt. Zur Geburt erhielt der Säugling einen Geburtsbaum. Die Freude über den Baum der jungen Familie war jedoch von kurzer Dauer. Das Maitannli wurde kurz vor dem Wochenende mutwillig zerstört – Die Familie ist entrüstet.

Vor sechs Wochen wurde die kleine Alenia geboren. Zur Feier ihrer Geburt stellte die Familie in Fehren ein Geburtstannli auf, welches Unbekannte am vergangenen Freitag, dem 1. Mai, mutwillig zerstörten. Die Familie verzichtet auf eine Anzeige bei der Polizei.

Das umgefallene Tannli in Fehren im Schwarzbubenland liefert einen traurigen Anblick. Dass Unbekannte den Geburtsbaum mutwillig zerstörten, ist für Alenais Vater Simon Jäger unverständlich. Schon der Brauch in der Region, eine Maitanne zu fällen, sei unsinnig, da dies immer mit Risiko verbunden sei. «Aber eine Geburtstanne sollte man unterscheiden können. Es hängt ein Schild dran mit dem Namen», erklärt der 28-jährige Vater gegenüber TeleM1.

Mittlerweile hat Simon Jäger die Tanne mithilfe von Freunden wieder aufgestellt – sie misst nun drei Meter weniger. Besonders schade sei es um das handbemalte Namensschild. «Die Löcher sind kaputt, aufhängen kann man es nicht mehr wirklich. Es ist auch zerkratzt», beschreibt Jäger den Schaden. Der ursprüngliche Plan, das Schild später für die Garderobe zu nutzen, sei jetzt wohl ins Wasser gefallen. 

Auch im nicht weit entfernten Dorf Nunningen machten sich die vermutlich gleichen Täter ans Werk. Zehn Vermummte hätten in derselben Nacht versucht, die Tanne des Jungen Haro umzusägen, berichtet der Götti des Kleinen Andreas Schraner. Der Nachbar hätte den Lärm gehört und die Täter verjagt. Die Tanne blieb trotz eines Einschnitts stehen. 

Jene in Fehren landete jedoch auf der Strasse, wovon die Familie Jäger in der Nacht des Geschehens nichts bemerkte. Auf eine Anzeige bei der Polizei will der Familienvater verzichten: «Ich hoffe, und ich erwarte eigentlich, dass sie vorbeikommen und sich entschuldigen. Dies sei einfach menschlich.»

Bis jetzt ist unklar, um wen es sich bei den Tannenfällern handelt. Auf einem Zettel, der auf dem Strunk der abgesagten Tanne lag, stand «Laufen war hier» geschrieben. Deswegen könne gemäss TeleM1 angenommen werden, dass die Täter aus dem Baselbiet stammen. (nas)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1