Zuchwil

Sport, Folklore und Gemütlichkeit sind beim Schwingfest angesagt

OK-Präsident Hugo Schumacher freut sich über die vielen lokalen Sponsoren, die dem Schwingsport gewogen sind.

OK-Präsident Hugo Schumacher freut sich über die vielen lokalen Sponsoren, die dem Schwingsport gewogen sind.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Arena beim Sportzentrum in Zuchwil wird in diesen Tagen aufgebaut. Das Nordwestschweizerische Schwingfest 2014 vom 3. August soll gemäss OK-Präsident Hugo Schumacher zu einem unvergesslichen Anlass werden.

Wo besteht bis zum Fest am 3. August noch Handlungsbedarf?

Hugo Schumacher: Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. Bis zum Fest wollen wir noch möglichst viele Eintritte verkaufen. Der Vorverkauf lief vielversprechend an. Es wäre schön, wenn wir 3000 Personen in der Arena begrüssen könnten. Bald beginnen wir mit dem Aufbau der Schwing-Arena, und dann kann es eigentlich losgehen.

Auch ohne den amtierenden Schwingerkönig Matthias Sempach erwartet die Zuschauer ein erstklassiges Teilnehmerfeld. Auf welchen Schwinger freuen Sie sich besonders?

Ich freue mich auf alle Schwinger, es braucht die Nichtkranzer, die Mittelschwinger und die Kranzer genauso wie die Spitzenschwinger, damit ein Fest zu einem gelungenen Anlass wird, der bei den Zuschauern gute Noten erhält.

Wie beurteilen Sie die Ausgangslage und was erwarten Sie von den Nordwestschweizern?

Die starken Gäste werden unseren Nordwestschweizern den Festsieg nicht einfach machen. Trotzdem erwarte ich, dass der Sieg in den eigenen Reihen bleibt, weil wir ebenfalls über starke Schwinger verfügen.

Es wird immer schwieriger, geeignete Organisatoren für solche Anlässe zu finden, weil der personelle und finanzielle Aufwand immer grösser wird. Was waren Ihre persönlichen Beweggründe, sich für diesen Anlass zu engagieren?

Als Schwinger und Unternehmer hat es mich schon lange gereizt, einmal ein Schwingfest zu organisieren. Es hätte nicht gleich ein Teilverbandsfest sein müssen, aber hier war Bedarf, und so habe ich zugesagt. Zum Glück kann ich auf ein sehr gutes OK, ebenfalls aus Schwingerkreisen bestehend, abstellen. Wir wissen alle, wovon wir reden, das hat mich in meinem Entschluss sicher zusätzlich bekräftigt.

Der Aufwand ist beträchtlich und damit wohl auch das finanzielle Risiko. Wie sieht das Budget aus und mit welchem Ergebnis rechnen Sie?

Das Budget steht bei rund 300 000 Franken. Wir dürfen mit der grosszügigen Unterstützung einiger namhafter Sponsoren rechnen, weshalb wir zuversichtlich sind, das Fest mit einer schwarzen Null abschliessen zu können.

Besteht ein finanzielles Krisenszenario, wenn es am 3. August den ganzen Tag regnen sollte, weniger Besucher ans Fest kommen und es damit weniger Einnahmen gibt?

Dank unseren Sponsoren und dem gut laufenden Vorverkauf haben wir die Fixkosten weitgehend abgedeckt. Organisatorisch haben wir auch einen Regentag im Griff, damit die vielen Zuschauer trotzdem etwas für ihr Geld bekommen. Zwar haben wir keine gedeckten Tribünen, aber ansonsten lohnt sich ein Besuch auch bei Regen.

Der Schwingsport boomt und ist ein Publikumsmagnet. Was macht den Schwingsport auch im 21. Jahrhundert noch so attraktiv?

Ein Schwingfest ist eben nicht nur Sport, sondern, wie es der Name schon sagt, immer auch ein Fest. Die Gefühle, welche einen mit dem Sägemehlduft in der Nase und dem Jodlerklang in den Ohren durchströmen, während man die Schwinger bei ihrer Arbeit beobachtet, sind einmalig. Das kann weder dreidimensionales Fernsehen noch das Internet bieten, das gibts nur an einem Schwingfest. Immer mehr Leute beginnen das auch zu schätzen, deshalb kommen auch immer mehr Zuschauer an die Schwingfeste.

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