Kantonsratswahlen
In der Amtei Dorneck-Thierstein lacht die SP und die SVP jammert

Aufgrund einer Listenverbindung können die Linken in der Amtei Dorneck-Thierstein einen Sitz im Kantonsrat dazugewinnen.

Dimitri Hofer
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«Schon zum dritten Mal hat uns eine Listenverbindung einen Strich durch die Rechnung gemacht», bedauert Christian Imark.

«Schon zum dritten Mal hat uns eine Listenverbindung einen Strich durch die Rechnung gemacht», bedauert Christian Imark.

Thomas Ulrich

Zahlenmässig hat die SVP im Schwarzbubenland mit 20,27 Prozent besser abgeschnitten als die SP, die auf 17,58 Prozent der Stimmen kam. Dennoch ist es den Sozialdemokraten am Sonntag gelungen, einen dritten Sitz zu erlangen, während die Volkspartei weiterhin nur zu zweit im Kantonsrat vertreten ist.

Grund für die ungewöhnliche Konstellation ist eine Listenverbindung der SP mit den Grünen. Sie ermöglichte es den beiden Parteien, insgesamt 4 der 13 Sitze der Amtei Dorneck-Thierstein zu ergattern. Bei den Grünen wurde der Dornacher Daniel Urech mit einem guten Resultat wiedergewählt. Dasselbe gilt für die SP-Kantonsräte Stefan Oser (Flüh) und Simon Esslinger (Seewen). Weiter kann sich die Rodersdorfer Gemeindepräsidentin Karin Kälin Neuner-Jehle über den Einzug ins Parlament freuen.

Kantonsratswahlen Dorneck-Thierstein 2009-2017

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az

Imark rüffelt Listenverbindungen

Die Frischgewählte will sich im Rathaus dafür einsetzen, «dass die Gemeinden des Schwarzbubenlandes in Solothurn stärker wahrgenommen werden», sagt sie. In der Vergangenheit habe sie feststellen müssen, dass der Kanton die Ortschaften im Hinteren Leimental zwar als Steuerzahler schätze, das Wissen über die Nöte der dortigen Bevölkerung aber oft nur gering sei.

Bei der Schwarzbuben-Sektion der SVP dominiert kurz nach Publikation der Resultate die Enttäuschung. «Schon zum dritten Mal hat uns eine Listenverbindung einen Strich durch die Rechnung gemacht», bedauert Christian Imark, Nationalrat aus Fehren. «Es handelt sich ganz klar um eine Verfälschung des Wählerwillens.» Die Amtierenden der SVP, Jacqueline Ehrsam (Gempen) und Peter M. Linz (Büsserach), wurden in ihrem Amt bestätigt.

Bei der FDP bleibt alles beim Alten: Christian Thalmann (Breitenbach), Heiner Studer (Nunningen), Mark Winkler (Witterswil) und Hans Büttiker (Dornach) schafften die Wiederwahl problemlos. Die CVP konnte ihre drei Sitze ebenfalls verteidigen. Noch vor den bestätigten Susanne Koch Hauser (Erschwil) und Bruno Vögtli (Hochwald) klassierte sich Kuno Gasser. Der frühere Gemeindepräsident von Nunningen löst den Meltinger Fabio Jeger ab, der nicht mehr kandidierte. «Ich möchte mich für die Gemeindeautonomie starkmachen», benennt Gasser eines der Ziele.

Nur wenig überraschend hat die GLP, bei der Rudolf Hafner (Dornach) nicht mehr antrat, ihren Sitz verloren. Die drei Kandidaten konnten alle nur wenige hundert Stimmen auf sich vereinigen.