Deitingen

Gibt es bald eine «Kita» für das ganze Wasseramt Ost?

Die geplante Eröffnung der «Kitapunkt» soll am 1. Juli stattfinden.

Die geplante Eröffnung der «Kitapunkt» soll am 1. Juli stattfinden.

Die beiden Verantwortlichen stellten dem Gemeinderat ihr Projekt für eine Kindertagesstätte vor. Laut den beiden ist das Interesse für eine Kita in Deitingen durchaus vorhanden.

Immer mehr Frauen möchten neben dem Muttersein auch weiterhin arbeiten; das Bedürfnis nach professioneller Fremdbetreuung steigt. Diese Entwicklung haben auch Fabienne Bürgy, diplomierte Kinderzieherin, und Corinne Welzenbach, Mutter und Marketingplanerin, beobachten können.

Deswegen wollen sie nun am Standort Deitingen eine Kindertagesstätte schaffen. Ihre im Dezember 2013 gegründete GmbH «Kitapunkt» stellten sie am Mittwochabend im Gemeinderat vor.

«Wir haben eine breite Bedarfsabklärung durchgeführt», sagte Corinne Welzenbach. Bei dieser Abklärung kam heraus, dass für rund 64 Prozent der Befragten eine Fremdbetreuung in Deitingen infrage käme. In der Region Wasseramt Ost gebe es kein solches Angebot, so die beiden Initiantinnen.

Eröffnung am 1. Juli

Die geplante Eröffnung der «Kitapunkt» soll am 1. Juli stattfinden. Zunächst sind zwölf Betreuungsplätze vorgesehen, wobei diese nach und nach auf 24 erhöht werden sollen. Kinder von drei Monaten bis sechs Jahren werden inskünftig in der Kita betreut.

Im Herbst soll dann auch das Angebot eines Mittagstisches stehen, so Welzenbach. Das neue Kinderbetreuungsangebot fand im Deitinger Gemeinderat grossen Zuspruch. Gemeindepräsident Bruno Eberhard versprach den beiden Verantwortlichen, über eine allfällige Subventionierungsmöglichkeit nachzudenken.

Anpassung der Blockzeiten

Seit der Einführung der Blockzeiten im Jahr 2007 besuchen die Kindergartenkinder von acht bis zwölf Uhr den Unterricht, was einem Vier-Stundenmodell entspricht. Nun hat die Erfahrung gezeigt, dass die langen Unterrichtszeiten für die Kinder eine grosse Herausforderung darstellen; zudem sind die jüngsten Kinder wegen des Harmos-Entscheides bei der Einschulung erst vierjährig.

Als geeigneter Lösungsansatz stellte sich eine Anpassung der Blockzeiten heraus, so Schulleiterin Barbara Emch. Im neuen Schuljahr sollen die Kinder deshalb den Kindergarten jeweils von 8.15 Uhr bis 11.45 Uhr besuchen.

Diese Anpassung hat eine Reduktion von drei Vormittagslektionen zur Folge, wobei die Kinder jedoch neu an einem zusätzlichen Nachmittag während zweier Lektionen betreut werden. Die Gemeinderäte nahmen den Antrag der Schulleiterin und des Ressortchefs Bildung, Toni Ziegler, einstimmig an.

Neue Regelungen

Die Logopädie-Lehrperson wird - wie Ende 2013 vom Rat beschlossen - neu von der Gemeinde angestellt, da der Kanton diese Art von spezieller Förderung nicht mehr finanziert. Bisher unterrichtete die Logopädin neun Lektionen in der Woche.

Da die Warteliste für den Unterricht lang ist und nur knapp den nötigen Ressourcen entspricht, entschied sich der Gemeinderat für eine Aufstockung auf zehn Lektionen. Dies entspricht einem Kostenaufwand von brutto 4000 Franken, bei einem Gemeindeanteil von ungefähr 2000 Franken.

Auch im Bereich der speziellen Förderung gibt es Anpassungen. Der Lektionenpool Spezielle Förderung muss den Gegebenheiten des neuen Leitfadens Spezielle Förderung Schulversuch 2014-2018 angepasst werden.

Neu müssen die bisherigen vom Kanton finanzierten fünf Lektionen FLK (Förderlehrperson für temporäre Lernstörungen) durch die Gemeinde finanziert und im Lektionen-Pool aufgenommen werden.

Der Gemeinderat bewilligte eine Aufstockung von fünf Lektionen. Es sollen 47 Lektionen durch Sonderheilpädagogen und fünf durch die Klassenlehrpersonen erteilt werden. Mit dieser Planung entstehen grundsätzlich Mehrkosten von brutto rund 52 000 Franken, wobei die Gemeinde etwa 26 000 Franken übernimmt.

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