Obergerlafingen
Gemeinderat ist unzufrieden mit kantonaler Schulplanung

Zusammenlegung von Sek E und B an der Kreisoberstufe stösst im Gerlafinger Gemeinderat auf Unverständnis.

Gundi Klemm
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Die beiden Schulhäuser der Kreisoberschule in Gerlafingen.

Die beiden Schulhäuser der Kreisoberschule in Gerlafingen.

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Der Primarschulausschuss gelangt an alle Eltern mit einem Fragebogen, um nach fünf Jahren eine Bilanz der Zusammenarbeit der Schulstandorte Recherswil und Obergerlafingen zu ziehen. Befremden allerdings löst die kantonale Regelungsdichte und die geplante Zusammenlegung von Sek E und B an der Kreisoberstufe Gerlafingen aus.

«Wir können in unserem Primarschulausschuss praktisch nichts mehr entscheiden», beschrieb dessen Präsidentin Sylvia Heutschi in ihrer Orientierung im Gemeinderat die im Schulwesen greifende kantonale Regelungsdichte. Vorstösse würden vom zuständigen Kantonalamt gerne «abgeschmettert», wusste sie zu berichten. Deshalb sei im Grundsatz zu begrüssen, dass der Schulausschuss der Primarschul-Partner Recherswil und Obergerlafingen anzahlmässig reduziert werde.

Der Gemeinderat bestätigte nach Kenntnis der Demission von Julian Portmann die beiden neu als Delegierte bezeichneten Mitglieder Maria Rothenbühler (Recherswil) und Sylvia Heutschi, die mit beratender Stimme teilnehmenden Marcel Kaltenbrunner und Jeanine David sowie die Dauereinladung an die zuständigen Ressortverantwortlichen beider Räte. Die entsprechende Vereinbarung zwischen beiden Gemeinden wird in diesem Sinn abgeändert. «Der Schulausschuss sollte nach Fähigkeiten und Erfahrung besetzt sein, um auch mit der Schulleitung auf Augenhöhe diskutieren zu können», so Gemeindepräsident Beat Muralt.

Schulraumerweiterung

Um ein solides Mehrjahreskonzept zur Sanierung und möglichen Erweiterung der Schulanlagen zu erhalten, wird auch die jetzt aktive Elternschaft befragt. Im Grundsatz beschlossen
sei laut Gemeindepräsident bereits
eine Gebäudeaufstockung, dazu kämen die Realisierung wichtiger Energieempfehlungen für die öffentlichen Liegenschaften und nicht zuletzt die Elternanliegen.

Heutschi machte darauf aufmerksam, dass die «Bläserklasse» dank Interesse zweier Lehrkräfte angeboten werden kann, der Mittagstisch in Recherswil unter Beteiligung von Obergerlafinger Kindern erfreulich gut laufe, dass zwei Doppelklassen in der Unterstufe fürs neue Schuljahr bewilligt seien und dass dem Schulleiter eine Pensum-Erweiterung von 10 Prozent zugesprochen wurde. Die Skiferien 2014 finden neu in der Woche 8 statt.

Anhebung der Honorare

Vom 28. bis 30. Juni soll in Obergerlafingen das 30-jährige Bestehen der Mehrzweckhalle gefeiert werden. Thomas Mikolasek umriss die Aktivitäten, die das Feuerwehrfest und den Wettkampf «Schnellster Obergerlafinger» beinhalten. Der Rat gewährte dem OK einen Vorschuss von 10000 Franken als Darlehen. Gleichzeitig wurde eine Defizitgarantie bewilligt. Die Mitwirkung der Vereine soll anteilsmässig entschädigt werden. Dies aber erst bei entsprechendem Gewinn in der Festrechnung. «Die Arbeit wird seriös gemacht», lobte der Gemeindepräsident die gesamten Vorbereitungen.

Die Finanzkommission hatte die Honorare aller Mandatsträgerinnen und -träger durchleuchtet und festgestellt, dass sie seit 10 Jahren unverändert geblieben seien. Deshalb entschied der Rat nach Aussprache, sie mit 8,2 Prozent der Teuerung anzupassen, dies rückwirkend auf den Jahresbeginn 2013. Dazu allerdings kann sich die Rechnungsgemeinde im kommenden Sommer noch äussern. Vreni Zimmermann gab zu bedenken, dass ebenso zu überlegen sei, das jetzt als Nebenamt geführte Gemeindepräsidium in eine Teilzeitanstellung umzuwandeln.

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