Dieser wird an der Gemeindeversammlung am 18. Juni über das Räumliche Leitbild abstimmen, das eine Ausweitung der Bauzone für das geplante Recycling Center beinhaltet. Lehnen dann die Einwohnerinnen und Einwohner das Räumliche Leitbild ab, ist das Marti Recycling Center (MRC) mit grösster Wahrscheinlichkeit gestorben.

Das Ende des Projektes wollte der Gemeinderat nicht selber besiegeln, obwohl im Mitwirkungsverfahren über 70 Prozent der 584 abgegebenen Fragebögen gegen das MRC gerichtet waren. Die Auswertung sollte als Grundlage für einen Entscheid des Gemeinderates dienen. In einem flammenden Appell erinnerte aber Gemeindepräsident Anton Probst die Gemeinderäte an ihre ursprüngliche Absicht. «Obwohl die Planungshoheit bei uns liegt, wollten wir es dem Souverän ermöglichen, irgendwie über das MRC zu entscheiden.» Möglich wurde dieses Ansinnen, indem der Gemeinderat das MRC mit dem Räumlichen Leitbild verknüpfte. «Unser wichtigstes Anliegen war es, die demokratischen Rechte zu gewährleisten. Das gilt für mich nach wie vor. Deshalb sollten wir an unserem Fahrplan festhalten und diesen nicht jetzt über den Haufen werfen.»

Entscheid an der kommenden Gemeindeversammlung

Mit mehreren Anträgen versuchten die Gegner in der Folge, dennoch einen Entscheid herbeizuführen. Die Mehrheit des Gemeinderates folgte aber dem Gemeindepräsidenten. In der Abstimmung sprachen sich 6 Gemeinderäte für ein Räumliches Leitbild aus, in dem die bisherige Reservezone Industrie zu einer Bauzone wird. 5 Gemeinderäte stimmten dagegen und zwei enthielten sich der Stimme. Das Marti Recycling Center wird möglich. Über dieses Leitbild entscheiden die Bellacherinnen und Bellacher an kommenden Gemeindeversammlung im Juni.