Biberist
Bei Teppichen liegen wenig Muster aber mehr Farbe im Trend

Die Firma Ziegler Teppiche zeigt die grosse Vielfalt ihrer prachtvollen Gewebe im Schlösschen Vorder-Bleichenberg. Die Ausstellung ist noch bis zum 15.April geöffnet.

Agnes Portmann-Leupi
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Olivier F. Ziegler freut sich am ausdrucksstarken «Vintage». apb

Olivier F. Ziegler freut sich am ausdrucksstarken «Vintage». apb

«Ich liebe Teppiche. Ich fühle mich wie auf einem Basar im Iran», schwärmt eine Frau. Beeindruckt fügt sie an: «Hier hat jemand eine ganz gute Hand.» Eine Augenweide ist die Ausstellung im Schlösschen auch in diesem Jahr. Nicht nur die Teppiche faszinieren, sondern ebenso die mit spürbarer Liebe zum Detail angeordneten Dekorationen. Die gelb-orangen Narzissen oder die fliederfarbenen Orchideen verbinden sich mit den Farben der Teppiche und die Gänseblümchen im Rotweinglas mit dem Parkett aus europäischer Eiche.

«Vielfalt, vom Teppich zum Boden» benennt Olivier F. Ziegler die Ausstellung. Diese Vielfalt drückt sich in klassischen und modernen Unikaten aus, beides gehört zum Angebot. Der Firmeninhaber freut sich ebenso über den «König der Teppiche», dem Nain Shischla aus dem Iran, wie über den frechen, violetten, Sonaghuly Luribaft aus Indien, eingefärbt mit Blüten und Auberginen. Oder über den safran-curry-farbenen Luribaft-Nomadenteppich. «Wenig Muster, mehr Farbe, das liegt im Trend», informiert er.

Harmonische «Vintage»

Interessant erweist sich, dass auch die modernen Teppiche alte Motive enthalten wie etwa Lebensbäume, Pfau, Ente. «Im Iran wird es schwieriger, die Tradition des Knüpfens in den Familien aufrechtzuerhalten», sagt Olivier Ziegler. Viele junge Leute fänden Arbeit in Fabriken. Das Haus Ziegler fördert nicht nur Knüpfschulen, sondern kann auch dank seinen Beziehungen alljährlich neue Unikate zeigen. Aus Indien und Pakistan beeindrucken heuer die effektvollen «Vintage».

Junge Künstler haben defekte Teppiche – klassische und moderne – gekauft, Fragmente herausgeschnitten, zusammengenäht und neu eingefärbt. Ausstrahlung und Harmonie pur. In der Kapelle verzaubern die brennenden Kerzen – im Einklang mit dem rot-schwarzen Tambaghuly aus Indien. Mit seinen unregelmässigen Linien lässt er der Interpretation freien Lauf.

Öffnungszeiten bis 15. April, Mo bis Fr 15 bis 20 Uhr, Sa 12 bis 17 Uhr, So 11 bis 18 Uhr. Rahmenveranstaltungen unter www.zieglerteppiche.ch

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