Langenthal
20 Jahre Kunst im «Choufhüsi» Langenthal

Als klar wurde, dass die Verwaltung der Oberaargauer Metropole 1992 in einen Neubau zieht, reifte in den Köpfen kulturell engagierter und interessierter Personen die Idee heran, ein Kunsthaus einzurichten.

Andreas Toggweiler
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Christoph Zehntner, Präsident des Kunstvereins Oberaargau, und Raffael Dörig (rechts), der neue Leiter des Kunsthauses, vor der Installation/Projekt «Train Time Zeit Zug» des spanischen Künstlers Manuel Saiz. Hanspeter Bärtschi

Christoph Zehntner, Präsident des Kunstvereins Oberaargau, und Raffael Dörig (rechts), der neue Leiter des Kunsthauses, vor der Installation/Projekt «Train Time Zeit Zug» des spanischen Künstlers Manuel Saiz. Hanspeter Bärtschi

Was machen mit dem historischen Gemeindehaus an zentraler Lage in Langenthal?

Um den Unternehmer Peter Geiser, den Künstler Max Hari und den Kurator Peter Killer bildete sich eine Interessengemeinschaft, die am 21. Januar 1991 zur Gründung des Kunstvereins Oberaargau führte.

Auch weitere Köpfe wie Markus Bösiger oder Katharina Nyffenegger engagierten sich für das Projekt. Der Berner Künstler Bernhard Luginbühl gestaltete die Einladung zur Vereinsgründung.

Eine ordentliche Portion Durchhaltewillen

«Die richtigen Leute am richtigen Ort und eine ordentliche Portion Durchhaltewillen machten es möglich», erklärt Christoph Zehntner, seit nunmehr 18 Jahren Präsident des Kunstvereins.

Mit hochkarätigen Leihgaben konnte 1992 im «Choufhüsi» – so heisst das alte Gemeindehaus in Langenthal – die erste Ausstellung eröffnet werden: «Ferdinand Hodler und der Oberaargau». Seither haben im Kunsthaus rund 90 Ausstellungen stattgefunden.

Anfangs musste das Kunsthaus immer wieder um provisorische Mittel kämpfen. Doch die Anerkennung wuchs und 1998 war die Überführung in einen definitiven Betrieb nicht mehr bestritten.

18 Gemeinden des Oberaargaus

Nebst der Stadt Langenthal, welche die Räume weiterhin kostenlos zur Verfügung stellt, engagieren sich heute auch der Kanton und 18 Gemeinden des Oberaargaus.

Mit 140 Stellenprozenten und viel eherenamtlicher Arbeit hat sich das kleine Haus einen Platz in der Kunstszene erobert. Einen vielbeachteten sogar, die Minarett-Attrappe auf dem Choufhüsi-Dach brachte 2008 das Blut weit über den Oberaargau hinaus in Wallung.

Insgesamt, so Zehntner weiter, wolle man im Kunsthaus Vielfalt, mit speziellem Augenmerk auf die Gegenwartskunst und die Region. Auch die erste Ausstellung des neuen Leiters Raffael Dörig ist inspirierend.

Am kommenden Samstag lädt das Kunsthaus zum Jubiläumsfest. Eine kleine Sonderausstellung erlaubt einen Blick ins Archiv, um 17 Uhr findet ein Festakt mit Regierungsrat Bernhard Pulver statt. Der Eintritt ins Kunsthaus ist an diesem Tag gratis.

Programm: www.kunsthauslangenthal.ch

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