Coronavirus
Was die Corona-Woche bringt und was das für den Kanton bedeutet

Auf nationaler Ebene tut sich diese Woche in Bezug auf Covid-19 einiges. Neue Massnahmen sollen am Mittwoch bekannt gegeben werden. Was bedeutet das für den Kanton Solothurn?

Rebekka Balzarini
Drucken
Teilen
Die Impfkapazitäten im Kanton könnten im Falle von mehr Impfdosen schnell gesteigert werden.

Die Impfkapazitäten im Kanton könnten im Falle von mehr Impfdosen schnell gesteigert werden.

Hanspeter Bärtschi

Die Fallzahlen stagnieren auf hohem Niveau, sowohl auf nationaler Ebene als auch im Kanton. Am Mittwoch will der Bundesrat deshalb neue Massnahmen bekannt geben, die Kantone erhielten in den vergangenen Tagen Zeit, zu den vorgeschlagenen Massnahmen Stellung zu nehmen.

Welche konkreten Massnahmen der Kanton Solothurn befürworten würde, gab die Staatskanzlei in der vergangenen Woche noch nicht bekannt. Die Regierung werde zu den Vorschlägen des Bundesrates fristgerecht Stellung nehmen, schrieb die Medienverantwortliche Andrea Affolter.

Das Ziel sei aber klar: «Die Fallzahlen müssen schweizweit so rasch wie möglich sinken. Dies gelingt nur, wenn alle ihren Teil dazu beitragen und überall im Land dieselben Massnahmen ergriffen werden und dieselben Regeln gelten.»

Ladenschliessung, Maskenpflicht bei der Arbeit und Homeoffice-Pflicht

Bereits werden im Kanton Solothurn strengere Massnahmen umgesetzt, als sie auf nationaler Eben gelten. Dies, weil die Fallzahlen im Dezember nicht gesunken sind und in den Spitälern nach wie vor viele Menschen versorgt werden müssen.

In einigen Punkten gehen die möglichen zusätzlichen Massnahmen, die nächste Woche bekannt gegeben werden könnten, über die Massnahmen im Kanton hinaus: Laut der Zeitung «Blick», die sich auf interne Dokumente beruft, sollen sämtliche Läden geschlossen werden, die keine Güter des täglichen Bedarfs anbieten. Im Kanton sind bereits einige Läden geschlossen, vorerst gibt es aber noch Ausnahmen, etwa für Blumenläden.

Möglich ist laut der Zeitung auch eine absolute Maskenpflicht am Arbeitsplatz und eine Homeoffice-Pflicht. Bisher ist es nur eine Empfehlung, dass Arbeitnehmende wenn möglich im Homeoffice arbeiten sollen.

Strenge Massnahmen trotz Impfung notwendig

Strengere Massnahmen werden von der wissenschaftlichen Taskforce in der Schweiz schon seit mehreren Wochen empfohlen. Dies weil die Fallzahlen seit November nicht mehr sinken. Als zusätzliches Risiko kommt nun dazu, dass sich eine ansteckendere Virusvariante, die zuerst in Südafrika und in Grossbritannien gefunden wurde, nun auch in der Schweiz auszubreiten scheint.

In der vergangenen Woche wurden in der Schweiz mehrere Fälle der Variante gefunden. Diese Virusvariante ist laut Studien bis zu 70 Prozent ansteckender, und könnte so zu einem schnelleren Anstieg der Fallzahlen führen, was auch die Spitäler im Kanton zusätzlich belasten könnte.

Obwohl in der Schweiz nun Angehörige der Risikogruppen gegen Covid-19 geimpft werden können und der Impfstoff auch gegen die neue Virusvariante schützt, sei es deshalb wichtig, sich weiter an die Schutzmassnahmen zu halten.

Kapazität im Kantonalen Impfzentrum könnte gesteigert werden

Bezüglich Impfung ist es möglich, dass in der Schweiz bald der Moderna-Impfstoff zugelassen wird. Damit würden auch im Kanton mehr Impfdosen zur Verfügung stehen. Sollte dies der Fall sein, könnten die Kapazitäten im Impfzentrum in der Reithalle in Solothurn schnell gesteigert werden. Das betonten die Verantwortlichen bereits in der vergangenen Woche.

Das Impfzentrum in Solothurn wurde letzte Woche vergrössert, mittlerweile stehen 10 Impfstationen bereit. Um das Anmelden für eine Impfung zu vereinfachen, soll bald das vom Bund in Aussicht gestellte Online-Tool bereit stehen, das beim Impfstart in der vergangenen Woche noch nicht bereit war.