Noch bis Mitte dieses Jahres bleibt Stefan Schneider Gemeindepräsident von Welschenrohr. Doch dann will er das Amt abgeben, umso mehr er bereits vor zwei Jahren diesen Entschluss gefasst hatte. Damals konnten die Welschenrohrer Schneider zum Weitermachen bewegen. «Doch jetzt steht mein Entschluss fest», sagt er. «Ich bleibe dabei und höre auf. Jetzt muss ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gesucht und gefunden werden.»

So sind vor allem die Parteien gefordert, in ihren Reihen nach einem Kandidaten für das höchste Welschenrohrer Amt zu suchen. «Wir traktandieren das Geschäft auf jede zweite Gemeinderatssitzung hin, bis wir weiter kommen», sagt Schneider noch. Soeben hat er sich aber als Nachfolger von Darius Weber für den Vorstand des Vereins Wisent Thal zur Verfügung gestellt. «Ich war als Gemeindepräsident der Standortgemeinde immer über alle Geschäfte des Vereins informiert worden und deshalb weiss ich, worum es hier geht. Ich finde das Wisent-Projekt spannend und werde sicher auch noch nach dem Gemeindepräsidium dort mitarbeiten.»

Brief an den Bundesrat

Im Weiteren beschloss der Welschenrohrer Gemeinderat, das Schreiben der Commune de Milvignes zu unterstützen, welches andere Gemeinden anregt, per Brief an den Bundesrat einen Stopp der Schliessung weiterer Poststellen verlangt. «Die Post in Welschenrohr ist zwar schon geschlossen und wir können die Dienstleistungen der Agentur in der Volg-Filiale in Anspruch nehmen», sagt Schneider. «Doch es gibt halt doch einige postalische Dienstleistungen, auf die wir in Welschenrohr nicht mehr zurückgreifen können.»
Das Amt für Umwelt verlangt neu von den Gemeinden Gebühren, wenn das Amt zum Beispiel bei Baugesuchen hinzugezogen werden muss. Eine entsprechende Änderung des Reglements wurde deshalb vom Gemeinderat beschlossen.

Wie im vergangenen Jahr beschlossen die Welschenrohrer auch, auf einen freiwilligen Gemeinde-Sozialbeitrag zugunsten des VSEG (Verband Solothurner Einwohnergemeinden) zu verzichten. «Wir möchten lieber selbst bestimmen, an welche sozialen Einrichtungen wird Beiträge zahlen», wurde argumentiert.