Welschenrohr-Gänsbrunnen
Das letzte Restaurant in Welschenrohr nun ein Hotel garni – nun bleibt nur noch das FC-Hüttli

Das letzte Restaurant in Welschenrohr, der Gasthof Kreuz, ist vorübergehend geschlossen. Nun kann man nur noch im Clubhaus des Fussballvereins essen gehen.

Lavinia Scioli und Rahel Bühler
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Das Restaurant vom Gasthof Kreuz in Welschenrohr-Gänsbrunnen bleibt infolge der Corona-Situation bis auf weiteres geschlossen. Das Hotel führen Peter und Mirjam Läuffer als «Garni» weiter.

Das Restaurant vom Gasthof Kreuz in Welschenrohr-Gänsbrunnen bleibt infolge der Corona-Situation bis auf weiteres geschlossen. Das Hotel führen Peter und Mirjam Läuffer als «Garni» weiter.

Patrick Lüthy

«Wir haben unser Restaurant im Moment coronabedingt bis auf weiteres geschlossen», schreiben die Wirte Mirjam und Peter Läuffer auf der Website des Gasthofs Kreuz in Welschenrohr-Gänsbrunnen. Ein Augenschein vor Ort bestätigt es: «Restaurant geschlossen» steht auf einem Schild an der Tür.

Der Website ist zu entnehmen, dass am Freitag- und Samstagabend weiterhin unter anderem Pizza und Burger als Take-away angeboten wird. Für Hochzeiten, Geburtstage, Vereine oder Busreisen empfängt das Wirtepaar auch auf Anmeldung Gruppen. Gleiches gilt für die Saalmietung. Die Wirte betreiben das Hotel weiterhin ganzwöchig als «garni».

Über die Gründe der temporären Schliessung hat diese Zeitung mit dem Wirtepaar gesprochen. Trotz mehreren Gesprächen wollten sie sich am Ende nicht zitieren lassen.

Jetzt hat nur noch das FC Hüttli offen

«Es ist für ein Dorf keine gute Entwicklung, wenn es kein Restaurant mehr gibt. Vieles geht verloren. Das Zusammensein nach einer Sitzung, sei es Gemeinderat oder Kommissionen, oder der Austausch unter Vereinskollegen und -kolleginnen», erklärt die Gemeindepräsidentin von Welschenrohr-Gänsbrunnen, Theres Brunner. Auch wenn reduzierte Öffnungszeiten in Kauf genommen werden müssen, hoffe Brunner, dass das Wirtepaar das Restaurant wieder öffnen werde.

Peter Burri und Johanna Berger (rechts) bewirten zusammen mit Marlise Schmid (Bildmitte in blau) und Marie-Theres Müller (nicht anwesend) das Hüttli vom FC Welschenrohr.

Peter Burri und Johanna Berger (rechts) bewirten zusammen mit Marlise Schmid (Bildmitte in blau) und Marie-Theres Müller (nicht anwesend) das Hüttli vom FC Welschenrohr.

Bruno Kissling

Das letzte Restaurant, in dem man mittags und abends einkehren kann, ist damit nur noch das Clubhaus des FC Welschenrohr: Peter Burri und seine Partnerin Johanna Berger beitreiben es. Als gelernter Koch hat Burri jeweils über Mittag das Zepter in der Küche des «Kreuzes» übernommen. Nebenbei habe er aber bereits das Clubhaus betrieben. Nun hat er sich voll und ganz auf das FC-Hüttli konzentriert und das Angebot ausgebaut.

Neben Banketten und Abendküche gäbe es nun auch «Znüni», ein abwechselndes Mittagsmenu und einen Wochenhit, schildert der 64-Jährige. Bei Trainings und Spielen sei das Hüttli dann auch samstags und sonntags offen. Mit seiner Partnerin Johanna Berger und zwei Service-Angestellten bediene er die Kundschaft. Burri erklärt:

«Ich bin der Einzige, der noch offen hat.»

Die vorübergehende Schliessung des Gasthofes Kreuz merke er. Denn das Clubhaus bediene nun mehr Gäste.

Wann das Kreuz wieder öffnet, ist unklar

Das «Kreuz hat in Welschenrohr eine langjährige Tradition, wie der Website zu entnehmen ist. Bis 1995 gehörte noch ein Landwirtschaftsbetrieb dazu. Mittlerweile führt Peter Läuffer das Restaurant in vierter Generation.

Doch wann wird das «Kreuz» wieder öffnen? Das ist der Website nicht zu entnehmen. Aber die Wirten schreiben, dass der Zustand nur vorübergehend ist: «Sobald wieder Normalität einkehren wird, werden wir ein neues Konzept präsentieren.» Es könnte also sein, dass es irgendwann wieder ein Restaurant in Welschenrohr gibt.

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