Thal-Gäu
Welche Gemeindepräsidenten aus dem Thal-Gäu treten nochmals an, wer nicht?

Die Gäuer und Thaler Gemeindepräsidenten haben sich entschieden, ob sie sich in diesem Frühling einer erneuten Wahl stellen oder nicht. Einer noch nicht.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Thaler und Gäuer Gemeindepräsidenten zur Wahl 2021
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Nach Bedenkzeit: Er hört auf Rolf Kissling, Neuendorf
Nach Bedenkzeit: Er stellt sich zur Wiederwahl Fabian Gloor, Oensingen
Nach Bedenkzeit: Sie stellt sich zur Wiederwahl Johanna Bartholdi, Egerkingen
Nach Bedenkzeit: Er stellt sich zur Wiederwahl Stefan Müller-Altermatt, Herbetswil
Meldete sich schon im Frühling 2020 zur Wiederwahl Markus Zeltner, Niederbuchsiten
Meldete sich schon im Frühling 2020 zur Wiederwahl Georg Lindemann, Wolfwil
Meldete sich schon im Frühling 2020 zur Wiederwahl Arno Bürgi, Kestenholz
Er überlegt noch Marcel Allemann, Matzendorf
Gab 2020 bekannt, aufzuhören Daniel Lederer, Oberbuchsiten
Gab 2020 bekannt, aufzuhören Bruno Born, Aedermannsdorf

Thaler und Gäuer Gemeindepräsidenten zur Wahl 2021

Patrick Lüthy

Vor gut einem Jahr befragten wir die Gäuer und Thaler Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten, ob sie sich für eine erneute Legislaturperiode nochmals der Wahl stellen würden.

Bloch, Kupper und Menna kommen wieder im Thal

Schon damals wussten die Thaler Gemeindepräsidenten Kurt Bloch, Mümliswil, Pierino Menna, Balsthal und Edgar Kupper, Laupersdorf (alle CVP), dass sie sich einer erneuten Wahl stellen würden.
Noch nicht ganz sicher war sich damals die einzige Gemeindepräsidentin im Thal, Theres Brunner (CVP), Welschenrohr. «Aus heutiger Warte werde ich mich wieder zur Verfügung stellen», sagte sie damals - noch vor der Fusion der beiden Gemeinden Gänsbrunnen und Welschenrohr. Seit anfangs dieses Jahres ist die Fusionsgemeinde Realität und handlungsfähig und Theres Brunner, die sich im Amt immer wohler fühlt, stellt sich auch zur Wahl.

Der Herbetswiler Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt (CVP) mochte sich vor einem Jahr auch noch nicht klar darüber äussern, ob er nochmals antritt oder nicht. Inzwischen sagt er: «Ich werde mich nochmals zur Verfügung stellen - für eine vierte (und letzte) Amtsperiode. Ich möchte das Hochwasserprojekt an der Dünnern noch begleiten, die Sanierung der Dorfstrasse und des Dorfplatzes steht an und ich möchte den derzeit recht massiven Bevölkerungszuwachs und -austausch noch begleiten. Ich möchte die neu zugezogenen Leute an die Gemeinde heranführen und so die Zeit nach meinem Abgang in vier Jahren aufgleisen.»

Im Gäu stehen Lindemann, Bürgi und Zeltner fest

Bereits im Frühling 2020 meldeten die Gäuer Gemeindepräsidenten Arno Bürgi, Kestenholz (Freie Liste Kestenholz), Georg Lindemann, Wolfwil (FDP) und Markus Zeltner, Niederbuchsiten (CVP), dass sie sich der Wiederwahl stellen möchten.

Noch nicht ganz sicher war sich der Oensinger Fabian Gloor (CVP), obwohl er damals schon feststellte: «Zwei bis drei Legislaturperioden sind als Gemeindepräsident sind generell sinnvoll.» Er habe sich schon im Sommer entschieden, wieder anzutreten, denn: Das Amt des Gemeindepräsidenten übe ich sehr gerne und mit viel Herzblut aus.»

Noch unschlüssig war sich Johanna Bartholdi (FDP) aus Egerkingen. Die erneute Anfrage beantwortet sie folgendermassen: «Ja, ich werde nochmals antreten. Dank einer robusten Gesundheit, einer ungebrochenen Neugier, Neues anzueignen und zu lernen, bin ich voller Tatendrang und ich traue mir zu, zusammen mit dem Gemeinderat, die Herausforderungen, welche in den nächsten Jahren – auch wegen den Auswirkungen der Pandemie – nicht kleiner werden, zu meistern. Die politische Arbeit macht mir nach wie vor Spass und ist für mich Motivation.»

Zwei Gäuer hören definitiv auf

Etwas Bedenkzeit vor einem Jahr hatte sich der Härkinger Gemeindepräsident Daniel Nützi (CVP) gewünscht. Heute sagt er: «Nach den getätigten Überlegungen habe ich mich dann im Frühsommer 2020 entschieden, nicht mehr wieder zu den Gemeinderatswahlen anzutreten und dementsprechend das Präsidium abzugeben.»

Er hat dies damals auch der Öffentlichkeit bereits bekannt gegeben.
Rolf Kissling aus Neuendorf (FDP), der bei der ersten Anfrage auch noch unentschieden war, gab folgende Auskunft: «Ich habe nach den Sommerferien dem Gemeinderat und der Parteileitung offiziell bekannt gegeben, dass ich mich für die nächste Legislatur für das Gemeindepräsidium nicht mehr zur Verfügung stelle.»

Insgesamt sind es vier, die aufhören

Der Oberbuchsiter Daniel Lederer (FDP) hat bereit vor einem Jahr gesagt, dass er nicht mehr antreten werde. Mit vier Legislaturperioden zählt er - neben dem Mümliswiler Kurt Bloch - zu den dienstältesten Gemeindepräsidenten in der Amtei und auch schon seit rund 30 Jahre gehört er dem Gemeinderat an. «Bereits vor vier Jahren überlegte ich mir aufzuhören», sagte Lederer vor einem Jahr. «Diese letzte war nun die intensivste Legislatur», sagt er, obwohl: «je länger, desto einfacher.»

Auch im Thal gibt es einen Gemeindepräsidenten, der bereits vor einem Jahr erklärte, dass er nicht mehr zur Wahl antreten wird: Urs Hubler aus Holderbank (FDP). Er war seit 2007 im Amt und will seine politische Tätigkeit beenden. Zwar werde die Arbeit durch die anstehende Immobilienstrategie von Holderbank spannend bleiben. Hubler ist sicher, dass sich ein Nachfolger finden wird.

Einer hat sich anders entschieden...

Der Aedermannsdörfer Bruno Born (CVP) hatte ebenfalls schon vor einem Jahr gemeldet, dass er nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Vor kurzem hat er das Amt als Präsident des Vereins Region Thal und damit auch als Naturpark Thal-Präsident abgegeben. So hat er sich erneut Kapazitäten geschaffen, sich der Gemeinde zu widmen und sich entschlossen, sich für eine erneute Wahl zur Verfügung zu stellen. «Ich übe das Amt immer noch mit viel Begeisterung aus», sagte er an der vergangenen Rechnungsversammlung.

... und einer ist noch am Überlegen

Marcel Allemann aus Matzendorf (parteilos) sagte bei der ersten Umfrage, dass er sich im Herbst 2020 entscheiden werde, ob er nochmals antritt. Er ist noch am Überlegen. «Bis zu den Sportferien werde ich entscheiden, ob ich nochmals antrete».