Naturpark Thal

Weit grösserer Ansturm seit März – Jetzt wurde ein 3-Kilometer-Parcours als Lernort realisiert

Durch die Pandemie rückte der Naherholungsraum vermehrt in den Fokus. – die Menschen zog es in den Naturpark Thal.

Durch die Pandemie rückte der Naherholungsraum vermehrt in den Fokus. – die Menschen zog es in den Naturpark Thal.

Ein Parcours soll das Bewusstsein für den Wald als Lebensraum stärken. Der Revierförster von Matzendorf hofft auf nachhaltigen Effekt.

«Unser Wald. Überraschend vielfältig» – unter diesem Slogan führt das Bundesamt für Umwelt dieses Jahr eine Kampagne durch. Das Ziel: Die Menschen in den Wald locken und sie mit der Tier- und Pflanzenwelt vertraut machen. Die seit diesem Frühling ausgesteckten Entdeckungstouren durch die Schweizer Wälder sollen «das Bewusstsein für vielfältige, lebendige Wälder stärken, die wir auch in Zukunft brauchen», wirbt das Bundesamt für Umwelt für die Aktion.

Im Naturpark Thal hat Revierförster Josef Walpert das Angebot des Bundes wahrgenommen und einen knapp drei Kilometer langen Parcours mit zwölf Holztafeln installiert. «Es ist eine ideale Rundstrecke mit sehr abwechslungsreichen Beständen, wodurch sich die Thematik sehr gut einflechten lässt», sagt Walpert zum Projekt, das er im Juli oberhalb von Matzendorf realisiert hat. Zudem sei er gut für Familien mit Kindern begehbar, so der Revierförster. Einen weiteren «Waldvielfalt»-Parcours gibt es im Kanton Solothurn etwa in Bellach.

Ein repräsentatives Waldstück als Lernort

Ausgangspunkt des Matzendorfer Rundwegs ist die Hänggigrube unterhalb der Wengi. Von hier aus führt die Route entlang des Büntliweges. Vieles, was das Bundesamt für Umwelt und Revierförster Josef Walpert vermitteln möchten, lässt sich in diesem Waldstück in Wirklichkeit erleben. Die Schweizer Wälder als Ökosystem bieten rund 30'000 Tier-, Pflanzen-, Pilzarten sowie Moosen und Flechten ein Zuhause. Und dadurch, dass der Wald CO2 bindet, trägt er auch zum Klimaschutz bei, um nur eine wichtige Funktion zu nennen.

Am Startpunkt bei der Hänggigrube liegen Flugblätter auf, die durch den Parcours führen und einen Wettbewerb beinhalten. «Wir hoffen, dass diese Möglichkeit gerade jetzt in der ‹Coronazeit› rege genutzt wird», sagt Walpert. Durch die Pandemie rückte der Naherholungsraum vermehrt in den Fokus – die Menschen zog es in die Wälder. Auch im Naturpark Thal machte sich dies bemerkbar: «Generell ist der Ansturm seit März viel grösser.» Dies habe wohl damit zu tun, dass die Menschen diesen Ort ungestört und fernab von Maskenpflicht aufsuchen können, so Walpert.

Der Revierförster aus dem Mittleren Thal hofft, der unabhängig von Corona entstandene Waldparcours wirke längerfristig auf das Bewusstsein der Menschen. So könnte die kurzfristige Zunahme der Waldbesuche in den vergangenen Monaten nachhaltig einen Einfluss haben. In Matzendorf bleibt der Rundgang voraussichtlich bis im Spätherbst bestehen.

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