Thal

Volle Busse im Thal wegen kleineren Bussen: Postauto will reagieren

Volle Busse im Thal wegen kleineren Bussen und ausgedünntem Fahrplan. (Symbolbild

Volle Busse im Thal wegen kleineren Bussen und ausgedünntem Fahrplan. (Symbolbild

Kleinere Busse und der ausgedünnte Fahrplan führen dazu, dass Passagiere sich im Bus drängen müssen.

Coronafahrplan Enge Platzverhältnisse in den Bussen: Das Problem bestand in der vergangenen Woche nicht nur im Thal. Auch in der Region Solothurn mussten sich Passagiere drängen. Abstand halten, wie es in Coronazeiten geboten ist, war besonders zu Stosszeiten in den Postautos, die durchs Thal verkehren, schlicht nicht möglich. Wie die Leserschaft dieser Zeitung meldete, war dies nicht bloss auf den ausgedünnten Fahrplan zurückzuführen, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass Postauto Schweiz kleinere Busse einsetzte. «Bis anhin fuhr man zu Stosszeiten immer mit den grossen Bussen. Die Fahrgäste konnten sich so wunderbar verteilen», schrieb eine betroffene Person. Seit dem 30. März verkehren die Postautos in der Region Thal täglich nur noch im Stundentakt. Unverändert blieb der Fahrplan am Wochenende, mit Ausnahme der Spätkurse.

Fahrplanumstellung in Rekordzeit

Postauto Schweiz schreibt auf Anfrage: «Das Problem ist uns bekannt. Wir beobachten die Fahrgastzahlen in der ganzen Schweiz und reagieren so schnell wie möglich auf überfüllte Busse.» Baldmöglichst sollen im Thal wieder grössere Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Für die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs war die kurzfristige Fahrplanumstellung aufgrund der Coronamassnahmen eine grosse Herausforderung. Das Grundangebot kommt einer Art Sonntagsfahrplan gleich. Auch beim Fahrpersonal gibt es Engpässe, weil Mitarbeitende krank sind oder einer Risikogruppe angehören und deshalb zu Hause bleiben.

Schweizweit ging die Auslastung um über 80 Prozent zurück. Innerhalb von kurzer Zeit passten die Fahrplan-Planer allein bei Postauto für 900 Linien die Fahrpläne an. «Diese Arbeit dauert normalerweise Monate. Deshalb ist es auch zu Unregelmässigkeiten gekommen», schreibt Postauto Schweiz in seiner Stellungnahme. Teilweise sei es auch zu Verschiebungen der Fahrzeuge gekommen. Das hat dazu geführt, dass aktuell auf einigen Linien andere Busse als üblich im Einsatz stehen. «Hier werden wir wieder Anpassungen vornehmen», so Postauto Schweiz. Dem Unternehmen sei bewusst, dass Fahrgäste auf das Postauto angewiesen sind, um zur Arbeit zu gelangen. «Es ist uns ein Anliegen, dass diese Personen den vom Bundesamt für Gesundheit geforderten Abstand einhalten können.»

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