Neuendorf 

VCS erhebt Einsprache und will ein Mobilitätskonzept für «Transgourmet»

Der Gestaltungsplan «Transgourmet» mit Sonderbauvorschriften und Umweltverträglichkeitsbericht lag bis zum 24. April öffentlich auf. (Archivbild)

Der Gestaltungsplan «Transgourmet» mit Sonderbauvorschriften und Umweltverträglichkeitsbericht lag bis zum 24. April öffentlich auf. (Archivbild)

Die VCS Sektion Solothurn hat Einsprache gegen den Gestaltungsplan «Transgourmet» in Neuendorf erhoben. Er fordert ein Mobilitätskonzept zur Minimierung der durch den zusätzlichen Verkehr entstehenden Immissionen.

Der Gestaltungsplan «Transgourmet» mit Sonderbauvorschriften und Umweltverträglichkeitsbericht lag bis zum 24. April öffentlich auf. Der Hauptzweck eines Gestaltungsplans besteht darin, eine besonders gute Überbauung, Gestaltung und Erschliessung zu ermöglichen. So können Planungsaufgaben koordiniert und Zielkonflikte gelöst werden.

Beim geplanten Hochregallager handelt es sich um ein Bauvorhaben, bei dem aufgrund seiner Lagerfläche und des Lagervolumens die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschrieben ist. Darum ist ein Gestaltungsplanverfahren zwingend.

VCS will umweltrelevante Optimierungen

Das geplante Projekt befindet sich in einem Gebiet mit einer übermässigen Belastung durch Luftschadstoffe, schreibt der VCS. Da die Emissionen stark von der Anzahl Fahrten der Lastwagen und Personenwagen abhängen, sei eine genaue Festlegung der Parkplatzzahl beim vorliegenden Projekt unumgänglich. Je mehr Mitarbeitende motiviert werden können, das Fahrrad oder den öffentlichen Verkehr zu benützen oder Fahrgemeinschaften zu bilden, desto tiefer ist die Autofahrtenzahl, und desto besser die Luftqualität. Solche «massgeschneiderten» Lösungen für spezielle Erschliessungs- oder Immissionsanforderungen müssen bereits im Gestaltungsplan mit einem Mobilitätskonzept geregelt werden, wird gefordert.

Mobilitätskonzept soll erarbeitet werden

In einem Mobilitätskonzept könnten Massnahmen zur Förderung des Langsamverkehrs festgelegt werden, wie eine dezentrale Zweiradparkierung mit direktem Zugang zu den Arbeitsplätzen, Duschen und Garderoben, die Einführung von Parkgebühren, die Unterstützung von Fahrgemeinschaften, Vergünstigungen von Generalabonnementen und mehr, heisst es. Diese Elemente sind bereits in den Sonderbauvorschriften klar und verbindlich zu definieren. Ansonsten besteht keine rechtliche Handhabung, dass die Bauherrin solche Massnahmen auch umsetzen wird.
Der VCS Solothurn hofft, dass die Gemeinde Neuendorf ihre Möglichkeiten ausschöpft und diese Gelegenheit zur Verbesserung des Projekts wahrnimmt. (mgt)

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