Egerkingen

Steuererträge zweier Firmen führen zu Millionen-Gewinn

Der Steuerertrag juristischer Personen fiel 1 Million höher aus als budgetiert.

Der Steuerertrag juristischer Personen fiel 1 Million höher aus als budgetiert.

Zwei Firmen sorgten in Egerkingen im letzten Jahr für einen deutlich höheren Steuerertrag. Ohne diesen Ertrag wäre die Rechnung nicht viel besser ausgefallen als budgetiert.

An der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember hatte Johanna Bartholdi bereits angekündigt: Die Jahresrechnung 2019 werde viel besser abschliessen als budgetiert. Dies ist nun Tatsache, wo die Zahlen vorliegen. Die Gemeinde Egerkingen konnte im letzten Jahr gut eine Million Franken Gewinn verbuchen. Budgetiert war ein Verlust von nahezu 700'000 Franken gewesen. Zu diesem positiven Ergebnis und der krassen Abweichung zwischen Budget und Rechnung haben ausserordentliche Steuererträge zweier Firmen geführt, wie die Gemeinde mitteilt.

So erreichte Egerkingen bei den juristischen Personen einen Mehrertrag von einer Million Franken. Zusätzlich fiel der Steuerertrag bei den natürlichen Personen rund 430'000 Franken höher aus als budgetiert. Damit setzte sich ein Trend fort: In den letzten Jahren konnte Egerkingen bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen stets einen Zuwachs verbuchen.

Den Ein-Millionen-Gewinn will die Gemeinde nahezu gänzlich für Abschreibungen nutzen. In den kommenden Jahren warten auf die Gemeinde mit dem Schulhaus grosse Investitionen. Die zusätzlichen Abschreibungen werden die Jahresrechnungen der nächsten sechs Jahre um jährlich 166'000 Franken entlasten. Nach der Abschreibung bleibt ein kleiner Gewinn von gut 25'000 Franken, der dem Eigenkapital zugewiesen werden soll.

Im vergangenen Jahr gab die Gemeinde im Bereich der Allgemeinen Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Verkehr und Umweltschutz rund eine Viertelmillion weniger aus als budgetiert. Im Gegenzug fielen die Ausgaben in den Bereichen Öffentliche Ordnung/Sicherheit und Soziale Sicherheit um rund 120000 Franken höher aus. Einen Gewinn gab es in den vier Spezialfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Abfallbeseitigung und Tourismus.

Von den budgetierten Nettoinvestitionen in der Höhe von 4,8 Millionen Franken löste Egerkingen nur knapp zwei Drittel aus - nämlich netto 3,1 Millionen Franken. Investitionen fielen bei den Sanierungsarbeiten der Verwaltungsliegenschaften, dem neu eingeweihten Freibad, dem neu angeschafften Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr und für den Gemeindestrassenbau an. Das Nettovermögen der Gemeinde beläuft sich per Ende 2019 auf rund 5400000, was bei einer Einwohnerzahl von 3829 einem Nettovermögen pro Kopf von 1413 Franken entspricht.
Wie diverse andere Gemeinden verschiebt auch Egerkingen die Ende Juni geplante Rechnungs-Gemeindeversammlung wegen des Versammlungsverbots auf den 21. September 2020.

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