Bauarbeiten

Spektakel am Bahnhof Klus: Neue Fahrleitungen erfordern nächtlichen Einsatz

Vergangene Woche wurden am Bahnhof Klus die Arbeiten zur Fahrleitungserneuerung durchgeführt. Um einen reibungslosen Schienenverkehr zu gewähren, wurden die vier neuen Querträger in der Nacht montiert.

Die Strecke der Oensingen-Balsthal-Bahn (OeBB) wurde 1943 mitten im 2. Weltkrieg elektrifiziert. Hauptgrund dafür war damals die stets wachsende Kohleknappheit. Die Masten, an denen die Fahrleitungen damals noch befestigt waren, bestanden ursprünglich mehrheitlich aus Holz. In diesen Tagen läuft bei der OeBB nun das Grossprojekt «Fahrleitungserneuerungen», welches Gesamtinvestitionen von 2,7 Millionen Franken auslöst.

Spezielle Kranwagen im Einsatz

Begonnen wurde mit dem Ersatz der über 50-jährigen Fahrleitungen im Jahr 2012 mit dem Abschnitt Klus-Balsthal (ohne Bahnhof Balsthal). Die Fahrleitungen im Bahnhof Oensingen wurden im Herbst dieses Jahres erneuert. Aktuell werden die Fahrleitungen zwischen der Kehricht-Umladestation der Kebag und der Firma Dyhrberg ersetzt.

Im Bereich des Bahnhofs Klus mussten in diesem Zusammenhang in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember vier neue Querträger (Joche) montiert werden, was den Einsatz von zwei speziellen Kranwagen nötig machte.

Diese Arbeiten, welche von der Firma Furrer+Frey aus Bern ausgeführt wurden, geschahen in der Nacht, wenn die Züge nicht mehr fahren. Ein Joch, welches 18 Meter lang und zwischen 800 kg bis 1,5 Tonnen schwer sein kann, überspannt drei Gleise.

Die neue Fahrleitungsanlage in der Klus ist so konzipiert, dass der Bau eines allfälligen Viadukts im Zusammenhang mit dem Projekt Verkehrsanbindung Thal keine weiteren Anpassungen nötig machen wird.

Perron Klus kundenfreundlicher

2019/2020 werden dann die Fahrleitungen zwischen Oensingen und der Klus an die Reihe kommen. Für den Bahnhof Balsthal muss man sich im Moment noch gedulden – bis nach dem Jahr 2021.

Im Bahnhof Klus erfolgt parallel zu den Fahrleitungsarbeiten eine Vereinfachung der Gleisanlagen. Gleis 1 und drei Weichen wurden stillgelegt. In Vorbereitung sei die Erneuerung des Perrons. Dieses soll den heutigen Bedürfnissen entsprechen, erklärte der Geschäftsführer der OeBB Markus Schindelholz. Sämtliche Technik werde aus dem ehemaligen Bahnhofgebäude ausgelagert.

Er hob hervor, dass die Zahl der Ein- und Aussteiger am Bahnhof Klus ständig steige. Als Hauptgründe nennt er: Die Besucher des Amthauses im Schmelzihof, verschiedene Werktätige, welche im Industrieareal Klus eine Beschäftigung haben und auch die Partygänger, die nach dem Besuch der Schaltzentrale (Eventlokal) am Morgen danach die öffentlichen Verkehrsmittel benützen.

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