Als Künstler hat der Kestenholzer Cäsar Spiegel mit seinem Schaffen weit über die Region hinaus Spuren hinterlassen und die Kunstszene nachhaltig belebt. Würde er noch leben, könnte er am 8. November seinen 100. Geburtstag feiern. Dieses Jubiläum möchte der Gemeinderat von Kestenholz nutzen, um dem Künstler im Dorf ein Denkmal zu setzen, wie Gemeindepräsident Arno Bürgi an der von 18 Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung erwähnte.

«Wir haben lange darüber nachgedacht, wie wir das Schaffen von Cäsar Spiegel angemessen würdigen könnten und haben uns nun dafür entschieden, einen Platz nach ihm zu benennen», so Bürgi. Die Wahl sei auf den Platz beim Rainbrunnen im Oberdorf gefallen. Die feierliche Einweihung des Cäsar Spielgel-Platzes soll im November und in Absprache mit der Familie des Künstlers sattfinden.

Die vorgängig von der Versammlung verabschiedete Jahresrechnung fiel dank eines ausserordentlich hohen Steueraufkommens mit einem Ertragsüberschuss von 1,106 Millionen Franken erfreulich aus, wie Finanzverwalter Markus Wyss ausführte. Nach zusätzlichen Abschreibungen von 531'294 Franken und der Entnahme der 2015 gebildeten Vorfinanzierung für das Schulhausprovisorium von 575'000 Franken, weist die Rechnung 2017 einen Ertragüberschuss von 575'349 Franken aus.

Spezialfinanzierung im Plus

Die Erfolgsrechnung der Spezialfinanzierung Wasser schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 266'152 Franken, das Eigenkapital erhöht sich damit auf 872'175 Franken. Ebenfalls positiv fällt die Jahresrechnung der Spezialfinanzierung Abwasser mit einem Ertragsüberschuss von 174'317 Franken aus. Per Ende Jahr betrug das Eigenkapital 899'546 Franken. Einen Gewinn von 8664 Franken weist die Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung aus, woraus ein Eigenkapital von 156'254 Franken resultiert.

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 2,78 Millionen Franken aus, budgetiert waren solche im Betrag von 3,262 Millionen Franken. Die Jahres- und die Investitionsrechnung sowie Nachtragskredite im Gesamtbetrag von 114'109 Franken wurden von der Versammlung kommentarlos genehmigt.

Ebenfalls ohne Wortmeldung verabschiedet wurde die Totalrevision der Statuten von Energie Kestenholz. Die Statuten der 2010 aus der Spezialfinanzierung Elektra hervorgegangenen Energie Kestenholz wurden der neuen Gesetzgebung und den organisartorischen Anforderungen angepasst, wie Verwaltungsratspräsident Andreas Gautschi erwähnte. Gleiches galt für die Totalrevision des Reglements über die Abgabe von elektrischer Energie, welches das Elektra-Reglement aus dem Jahr 1978 ersetzt. Geregelt werden darin Beiträge, Gebühren und Tarife, welche vom Verwaltungsrat der Energie Kestenholz festgelegt werden.
Genehmigt wurde auch die Jahresrechnung 2017 der Energie Kestenholz, welche einen Gewinn von 87'873 Franken ausweist.

Mit Blick auf die Energiebeschaffung 2019 bis 2022 hat die onyx Energie Mittelland AG das beste Angebot unterbreitet. Der Verwaltungsrat von Energie Kestenholz habe sich für den Einkauf von Strom entschieden, welcher zur Hautsache Hauptsache im Kanton Solothurn produziert werde, so Gaurtschi. Weil dazu auch die Wasserkraft gehöre, werde ihr Anteil neben der Kernenergie künftig 50 Prozent betragen. Damit verbunden erhöhe sich der Strompreis um 1,6 Rappen je Kliowattstunde.

Ende des Rechtsstreit mit der BZA

Gautschi informierte darüber, dass die Firma BZA, welche die Photovoltaik-Anlagen bei den Höfen Köpfli (Im Holz 1) und von Felten (Chäppelihof 2 und 3) betreibt, beim Bundesverwaltungsgericht mit ihrer Einsprache abgeblitzt ist. Ein Weiterzug ans Bundesgericht sei nicht erfolgt. Bei diesem Rechtsstreit geht es um den wirtschaftlich und technisch günstigsten Anschluss ans Netz. Die von Energie Kestenholz vor rund sechs Jahren erarbeitete Variante werde damit rechtskräftig, so Gautschi. In Zusammenarbeit mit der BZA erwarte man nun eine zeitnahe Umsetzung.

Keine Wellen warf die Totalrevision der Dienst- und Gehaltsordnung der Einwohnergemeinde. Diese beinhaltet neben diversen Anpassungen auch die Neuregelungen der Gehälter der Behördenmitglieder sowie Honorare und Entschädigungen für Behördenmitglieder und Funktionäre. Die nach Quervergleichen mit anderen Gemeinden sowie in Absprache mit den Kommissionen vorgenommenen Änderungen verursachen jährliche Mehrkosten von zirka 25'000 Franken. Bewilligt wurde auch das teilrevidierte Feuerwehrregelement.