Persönlich
Das gibt es (wohl) nur bei der OeBB

Rahel Bühler
Rahel Bühler
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Rahel Bühler istRedaktorin bei derSolothurner Zeitung, Ressort Thal Gäu.

Rahel Bühler istRedaktorin bei derSolothurner Zeitung, Ressort Thal Gäu.

Bruno Kissling

Ich bin nicht gerade als Morgenmensch bekannt. Früh aufstehen ist für mich eine Qual. Noch ein bisschen im warmen Bett liegen bleiben, während die Welt um mich herum erwacht, finde ich grossartig.

Am Donnerstagmorgen stand für einmal früher auf. Einfach so. Um 7 Uhr nahm ich das Postauto. Wenige Minuten bestieg ich die OeBB bei der Thalbrücke in Balsthal.

Vorläufig war es das letzte Mal, dass ich morgens mit Maske einen Zug betrat. Denn der Bundesrat hatte ja am Mittwoch das Ende der besonderen Lage und damit das Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und der Isolation per 1. April verkündet.

Bewusst wurde mir das aber erst, als Mitarbeitende der OeBB, ausgerüstet mit geflochtenen Körben, durch den Zug gehen und jedem Fahrgast einen Spitzbuben in die Hand drücken. «Danke, dass Sie 21 Monate lang Maske getragen haben», sagte der OeBB-Chef höchstpersönlich.

Diese kleine Geste versüsste mir wirklich den Tag. Und trotz all der Diskussionen zur Notwendigkeit einer Privatbahn auf der Strecke zwischen Balsthal und Oensingen, eines muss man ihr doch zugutehalten: So eine Geste ist (wohl) nur bei der OeBB möglich.