In Anwesenheit vieler Dorfbewohner fand letzten Samstag im Dorfkern die öffentliche Vernissage der neuen Weihnachtsbeleuchtung statt. Initiantin Olivia Meister-Schaad erläuterte den Anwesenden in einem kurzen Rückblick die Arbeit der vergangenen zwei Jahre. Nach Klängen der Alphorngruppe Laupersdorf unter der Leitung von Peter Baumann erstrahlte die Weihnachtsbeleuchtung um 16.50 Uhr nach einem spontanen «Ah…, Oh…» des Publikums erstmals im Dorfkern. Es folgte ein Spaziergang und viele Leute gratulierten dabei zur nach ihrer Meinung sehr gut ausgewählten Beleuchtung. Ein Apéro vor dem Denner Meister’s Dorfladen läutete die Vernissage bei angeregten Gesprächen aus.

Zwei Jahre brauchte Olivia Meister-Schaad, bis es mit der erstmaligen Weihnachtsbeleuchtung im Dorf klappte. Der Anfang nahm ein Schreiben an die drei Gemeinderäte der Einwohner-, Bürger- und römisch-katholischen Kirchgemeinde. «Jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit bewundere ich, wenn ich abends durch verschiedene Dörfer fahre, die schmucken Weihnachtsbeleuchtungen, die viele Dörfer haben. In Laupersdorf leuchtet nur einsam eine einzige Tanne im Dorfkern. Obwohl ich diese Tanne schön finde, macht mich dies etwas betrübt und so wie ich, denken noch viele andere Menschen in Laupersdorf», schrieb sie und fügte hinzu, dass eine Weihnachtsbeleuchtung das Dorf aufwerten würde.

Gemeinden sprachen Kredite

Daraufhin vermochte sie die Gemeinderäte der Einwohner-, Bürger- und römisch-katholischen Kirchgemeinde für ihre Idee zu gewinnen. Es formierte sich eine Arbeitsgruppe, die sich mit ihrem Anliegen befasste. In mehreren Sitzungen hat diese Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz der Initiantin Olivia Meister-Schaad ein Konzept «Weihnachtsbeleuchtung in Laupersdorf» ausgearbeitet. In der Adventszeit vor einem Jahr hat die Arbeitsgruppe in mehreren Dörfern in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn verschiedene Weihnachtsbeleuchtungen besichtigt.

An den Budget-Gemeindeversammlungen im Dezember 2016 bewilligten die Bürgergemeinde und die römisch-katholische Kirchgemeinde schliesslich Kredite in der Höhe von jeweils 11 000 Franken für die Anschaffung einer Weihnachtsbeleuchtung. Die Einwohnergemeinde sicherte zu, dass sie für die Aufhänge-Vorrichtungen und die Steckdosen an den Kandelabern besorgt sei und bewilligte auch den Arbeitseinsatz von Werkhof-Angestellten für die Montage und Demontage. Zudem übernimmt die Einwohnergemeinde die jährlichen Stromkosten. Die einheimische Firma Zimmerei Holzbau Meier + Brunner hat sich bereit erklärt, kostenlos jeweils ein Fahrzeug mit Hebebühne samt Bedienung zur Verfügung zu stellen.

Im Frühling konnte sich die Arbeitsgruppe auf ein Sujet einigen. Es handelt sich um einen filigranen Stern mit einer ganz speziellen Form und einem Lichtervorhang als Hintergrund. Beim Dorfeingang an der Thalstrasse wurde eine Überspannung vom Pub Loch Ness zur Liegenschaft von Jakob und Silvan Eggenschwiler mit einem Stern und einem Lichtervorhang, als Eingangspforte zum Dorfkern, realisiert. An insgesamt 19 Kandelabern vom Unterdorf bis zum Gasthaus Krone im Oberdorf sowie auf der Höngerstrasse von der Bäckerei Hofer bis zum Gemeindezentrum wurde am letzten Samstag, rechtzeitig zum Beginn der Adventszeit, die neue Weihnachtsbeleuchtung montiert.