Der Präsident und Aktivmusikant Kurt Rütti konnte zum Jahreskonzert der Musikgesellschaft Fridau Egerkingen unter der Leitung von Erich Hess im Vereinssaal Mühlematt erfreut eine grosse Anzahl Konzertbesuchende Willkommen heissen. Durch das Programm führte Stefanie Vogel.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem temperamentvollen Marsch «Semper Fidelis», zu deutsch immer treu, von John Philip Sousa, einem amerikanischen Komponisten, Arrangeur und Dirigenten mit portugiesischen und deutschen Wurzeln. Als 17. Leiter der Marine Band an die Spitze dieses Musikkorps berufen, gelang es ihm, dieses Orchester zu einem der führenden und besten Militärorchester der Welt aufzubauen. Arrangiert wurde das Stück von Siegfried Rundel. Danach folgte das melodisch schöne Wettstück «Zeichen der Zeit» von Armin Kofler, Komponist für Blasorchester, Brassband und andere Bläserformationen, welches hohe Ansprüche an die 25 Musikantinnen und Musikanten stellte.

Weiter hat der Komponist Michael Geisler in seiner Filmmusik «Nanga Parbat» in sehr anschaulicher Weise dessen Erstbesteigung 1953 musikalisch beschrieben. Der «Nanga Parbat» oder auch «Diamir» ist mit seinen 8125 Metern einer der grössten und gefährlichsten Berge im West-Himalaja.

Auch in einem weiteren Stück wurden Erfahrungen musikalisch dargeboten. Der italienische Orchesterleiter und Film- und Theaterkomponist Nicola Piovani vertonte in seiner Filmmusik «La vita è bella», arrangiert von Lorenzo Pusceddu, die Erfahrungen seines Bekannten Roberto Benigni. Dieser verbrachte im Zweiten Weltkrieg zwei Jahre im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Mit der «Kuschel-Polka» von Peter Schad aus Oberschwaben, Komponist, Dirigent, sowie Gründer und Kapellmeister der Oberschwäbischen Dormusikanten, endete der erste Teil des Jahreskonzertes.

Schweizer Stücke zum Schluss

Der zweite Teil des Konzertes wurde eröffnet mit dem Marsch «Unter dem Doppeladler» des österreichischen Militär-Kapellmeister und Komponisten Josef Franz Wagner. Das Stück ist benannt nach dem Doppeladler im Wappen des österreichisch-ungarischen Reiches und wurde wiederum von Siegfried Rundel arrangiert.

Weiter ging es mit der Filmmusik «Miss Marples Theme», die von Manfred Schneider arrangiert wurde und vom britischen Ron Goodwin komponiert wurde. Die Musikgesellschaft spielte sogleich die nächste Filmmusik «Baby Elephant Walk» des US-amerikanischen Komponisten Henry Mancin, welche von Johnnie Vinson arrangiert wurde.

Die folgende Ungarische Fantasie «Paprika» stammt aus der Feder des deutschen Komponisten, Dirigenten, Geigers und Trompeters Hans Hartwig, der seinen ersten Violinunterricht bereits mit elf Jahren bekommen hat. Der altrussische Marsch «Abschied der Slawin», arrangiert von Gerhard Baumann», des Komponisten Wassillij Ivanovich Agapkin beendete den offiziellen Teil des Jahreskonzertes.

Als Zugaben folgten der Marsch «Arosa» des Graubündner Komponisten Oscar Tschuor und der Egerkinger Marsch des Baselbieter Komponisten und langjährigen Dirigenten der MG Fridau Egerkingen.