Mümliswil-Ramiswil
Das Budget von Mümliswil-Ramiswil sieht für 2022 ein Defizit von 69 Franken vor – und damit eine «rote Null»

Am Montagabend fand die erste Gemeindeversammlung im Thal-Gäu statt. Das Budget von Mümliswil-Ramiswil sieht für das kommende Jahr ein minimales Defizit vor: 69 Franken. Unter den Stimmberechtigten herrschte indes Einigkeit.

Hans Peter Schläfli
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Das Mümliswiler Budget weist fürs 2022 einen Aufwandüberschuss von 69 Franken auf.

Das Mümliswiler Budget weist fürs 2022 einen Aufwandüberschuss von 69 Franken auf.

Bruno Kissling

Die Budgetgemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Mümliswil-Ramiswil war von Einigkeit geprägt: Die Stimmberechtigten, die sich am Montagabend in der Aula des Schulhauses Brühl eingefunden hatten, genehmigten diskussionslos und einstimmig das Budget für das Jahr 2022, das ein minimales Defizit von 69 Franken vorsieht.

Bis diese «rote Null» feststand, habe der Gemeinderat aber einige Korrekturen und Kürzungen vornehmen müssen, war in der Botschaft des Gemeindepräsidenten Kurt Bloch zu lesen. Bei den Einnahmen von insgesamt 11,65 Millionen Franken macht der Finanz- und Lastenausgleich mit rund 3 Millionen Franken weiterhin einen beachtlichen Teil aus.

Grösster Brocken ist die neue Neuhauswegbrücke

Mit 300’000 Franken stellt die Erneuerung der Neuhauswegbrücke bei den Investitionen den grössten Brocken dar: Die Brücke muss gemäss der kantonalen Gefahrenkarte Schutz vor einem Jahrhunderthochwasser bieten. Die alte Brücke ist bisher nur für ein alle 30 Jahre zu erwartendes Ereignis dimensioniert.

Beim Projekt Höhenweg will der Gemeinderat nochmals über die Bücher gehen. Die Investitionsrechnung weist deshalb mit 856'000 Franken relative geringe Nettoausgaben aus. Das wird aber nicht so bleiben, in den kommenden Jahren stehen grössere Investitionen auf dem Programm. Unter anderem muss Abwasserreinigungsanlage in absehbarer Zeit erneuert werden und die Fenster im Schulhaus Brühl sollten ersetzt werden.

Auch der Steuersatz bleibt bei 123 Prozent

Vor einem Jahr wurde ein Antrag aus dem Plenum angenommen und der Steuersatz von 125 auf 123 Prozent gesenkt. Die Mindereinnahmen in der Höhe von rund 85'000 konnten aufgefangen werden. Diesmal wurde der Steuersatz einstimmig bei 123 Prozent für natürliche sowie bei 110 Prozent für juristische Personen belassen.

Des Weiteren genehmigten die Stimmberechtigten der Gemeinde Mümliswil-Ramiswil diskussionslos und einstimmig eine Statutenänderung des Vereins Region Thal und die Schlussabrechnung der Flachdachsanierung der Anlage Brühl, die rund 155'000 Franken unter dem Voranschlag geblieben ist.