Die Opernsängerin Lala Ackermann verzauberte am Sonntagabend mit ihren Liedern und dem rumänischen Pianisten Florin Facas zusammen das Publikum in der Alten Kirche in Härkingen. Die Sängerin, in Hägendorf geboren und aufgewachsen, liess sich in Basel und Zürich, danach in Wien in namhaften Meisterkursen zur Opernsängerin ausbilden.

Nach einer erfolgreichen Karriere auf nationaler und internationaler Ebene in den grossen Musikstädten befasste sie sich nach einer vertieften Ausbildung am Lichtenberger Institut in Deutschland mit der physiologischen Funktion der menschlichen Stimme.

Mit ihrer fast 20-jährigen Erfahrung ist sie in Europa bei internationalen Kongressen eine gefragte Referentin und für Stimmklang und Balance als Kursleiterin in diversen Ländern Europas tätig. Sie ist die eigentliche Begründerin der Stammtherapie und verbindet Künstlerisches mit Heilendem.

Die Herzen berührt

In der Alten Kirche begeisterte Lala Ackermann mit ihrer Stimme, die von Alt bis Mezzosopran auch in hohe Töne ansteigen kann. Man erlebte Passagen aus bekannten Opern und Operetten wie «Carmen», «Che farò senza Euridice» von Gluck, «Voce die donna» von Poncchielli, «Stride la vampa» und «Ave Maria» von Verdi. Besonders berührend war das Stück «Bist du bei mir» von Bach so wie auch Improvisationen dazu.

Florian Farcas spielte einzelne musikalische Einlagen ohne gesangliche Begleitung und so entstand ein Konzert voller Überraschungen mit faszinierenden Übergängen. Man tauchte ein in die Welt der Musik in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit, genoss die wunderschöne Stimme der Sängerin, ihre Ausstrahlung. In eindrücklicher Leichtigkeit zeigte sie auf, wie vielschichtig Musik, der Gesang sein kann.

Lala Ackermann ist eine Opernsängerin, die berührt und fesselt und die auch neugierig macht auf ihre therapeutische Arbeit, denn dank ihrem sechsten Sinn für Hintergründiges, für die Dinge zwischen den Dingen, erlebt und vermittelt sie Musik und Gesang auf eine besondere Art. (ms)