Laupersdorf
Laupersdorf hat eine sorgfältige Finanzplanung aufgegleist

Trotz prognostiziertem Aufwandüberschüssen bleibt eine Steuersenkung in Laupersdorf ab 2022 geplant.

Rudolf Schnyder
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Laupersdorf plant seine Finanzen bis 2026 sehr detailliert. Das Ziel ist eine Steuersenkung ab 2022.

Laupersdorf plant seine Finanzen bis 2026 sehr detailliert. Das Ziel ist eine Steuersenkung ab 2022.



Bruno Kissling

Der Gemeinderat Laupersdorf befasste sich an seiner zweiten Sitzung der neuen Legislaturperiode mit dem von der Finanzplanungskommission (Fiplako) vorgelegten Finanzplan 2022 bis 2026. Ziel dieser Planung ist es, möglichst keinen Aufwandüberschuss zu generieren, eine maximale Nettoinvestitionssumme von 2 Mio. Franken anzustreben und den Steuerfuss unverändert bei 124 Prozent für natürliche Personen, 105 Prozent für juristische Personen, zu belassen. Das berichtete Josef Walpert, Präsident der Fiplako. Dies wurde erreicht mit einem budgetierten Aufwandüberschuss von 105'563 Franken und einer Nettoinvestitionssumme von 1,972 Mio. Franken.

«Die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Laupersdorf schloss mit einem Ertragsüberschuss von 544'383 Franken sehr erfreulich ab und der Gesamt-Steuerertrag belief sich auf insgesamt 4,78 Mio. Franken, budgetiert waren nur 4,372 Mio. Franken», erwähnte der Gemeindeverwalter Stefan Schaad. «Dieser Mehrertrag zeigt, dass die nochmalige Steuersenkung auf 124 Prozent richtig gewesen ist», folgerte Walpert.

Kostenfolgen für mehrere Millionen Franken

Die Gemeindekommissionen haben ihre Investitionsbegehren für die Jahre 2022 bis 2026 eingereicht. Vor allem die Werkkommission und die Kommission für öffentliche Bauten haben Begehren mit mehreren Millionen Franken Kostenfolge aufgelistet. Die Ziele der Fiplako sind, dass der gewichtete Nettoverschuldungsquotient nie höher als 130 Prozent (Rechnung 2020: 55,69 Prozent) betragen soll, der Eigenkapitaldeckungsgrad auf mindestens 25 Prozent aufgebaut werden soll (Rechnung 2020: 27,28 Prozent) und die Nettoschuld pro Einwohner nie höher als 2500 Franken (Rechnung 2020: 1159 Franken) sein soll.

Die jährlichen Investitionen müssen nach Ansicht der Fiplako in den Jahren 2022–2026 noch um mindestens eine Million Franken gekürzt werden, ansonsten würden die Aufwandüberschüsse auf 200000 bis 300000 Franken pro Jahr steigen; das Eigenkapital würde sich auf 579000 Franken reduzieren und die Ziele bei den Finanzkennzahlen könnten nicht mehr eingehalten werden.

Im Finanzplan ist ab 2022 ein Steuerfuss von 122 Prozent vorgesehen. «Der Gesamt-Steuerertrag wird sich in den nächsten Jahren nicht negativ entwickeln, er wird sich eher leicht verbessern», berichtete Schaad. Mit der Reduktion der jährlichen Investitionen verbleiben jährliche Aufwandüberschüsse in der Höhe von 47000 bis 139000 Franken.

Beamte und Gemeindekommissionen gewählt

Der Gemeinderat wählte gemäss der Dienst- und Gehaltsordnung für die Amtsperiode 2021–2025 Stefan Schaad als Gemeindeschreiber und Finanzverwalter, Willy Jeker als Friedensrichter und Jakob Eggenschwiler als Inventurbeamter (alle bisher). Ebenso wurden sämtliche Mitglieder der Gemeindekommissionen und die Vorstandsmitglieder und Delegierte der Zweckverbände und der regionalen Organisationen gewählt. Alle Mandate konnten besetzt werden. Die neue Amtsperiode beginnt nach der Vereidigung am 1. November 2021.

Gutscheine statt Seniorenfahrt

Auch dieses Jahr verzichtet Laupersdorf auf eine Durchführung der Seniorenfahrt. Normalerweise wird diese jeweils im Juni durchgeführt, wurde aber verschoben. Als Ersatz werden für die über 70-Jährigen Gutscheine im Wert von 40 Franken abgegeben, welche in Läden und Restaurants im Dorf eingelöst werden können.

Mit der neuen Leistungsvereinbarung ab 1. Januar 2022 mit der Spitex Thal sind die Wegzeiten gemäss kantonaler Vorgabe in den Tarifen verpackt. Vorher bezahlte die Gemeinde diese Wegzeiten; dies fällt nun weg.

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