Gemeinderat

Kestenholzer Brügergemeinde: Burglind-Schadflächen sind bepflanzt

Ein Bild der Verwüstung: Das Gebiet Stelli in Kestenholz ein Jahr nach Burglind. Bild: Bruno Kissling (Kestenholz, 15. April 2019)

Ein Bild der Verwüstung: Das Gebiet Stelli in Kestenholz ein Jahr nach Burglind. Bild: Bruno Kissling (Kestenholz, 15. April 2019)

Die Bürgergemeinde Kestenholz ist finanziell gut aufgestellt und rechnet mit einem Plus.

Der Rat konnte der versammelten Bürgergemeinde ein positives Budget vorlegen. Und die Versammlung stimmte dem Voranschlag 2020 auch einstimmig zu. Die Rechnung budgetiert einen beträchtlichen Gewinn von gut 5000 Franken. Dieser resultiert bei Ausgaben von knapp 61'000 Franken und Erträgen von gut 66'000.

Die Spezialfinanzierung des Wärmeverbundes sieht einen Gewinn von 22'000 Franken vor, was einer Zunahme von 11'200 Franken gegenüber dem Vorjahresbudget entspricht. Dies hat damit zu tun, dass der Wärmeverbund den Energiepreis auf das neue Jahr hin von 8.9 auf 9.10 Rappen pro Kilowatt erhöht. Die Bürgergemeinde weist in ihrer Mitteilung daraufhin, dass das neue CO2-Gesetz das im Zuge der Klimadebatte entsteht, ältere Wärmeverbunde nicht mehr begünstigen wolle. Mit dem neuen CO2-Gesetz fallen voraussichtlich ältere Wärmeverbunde ab 2021 aus der Begünstigung heraus.
In der Spezialfinanzierung Forst rechnet die Bürgergemeinde mit einem Plus von gut 30'000 Franken. Gegenüber dem Vorjahresbudget entspricht dies einer Zunahme von gut 27'000 Franken. Im Holzverkauf rechnen die Kestenholzer Bürger mit höheren Einnahmen durch höhere Erträge beim Verkauf von Hackschnitzelholz.

Jungwuchspflege als künftige Aufgabe

Die Bepflanzungen der Schadflächen verursacht durch den Sturm Burglind sind abgeschlossen. Die Zukunft gilt der Jungwuchspflege. Die Trockenheit und der Borkenkäfer werden die Forstreviere auch weiterhin belasten, so die Bürgergemeinde. Der Kanton hat eine finanzielle Unterstützung zugesichert, um die Folgen beheben zu können.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Oberes Gäu rechnet mit einem Gesamtaufwand von knapp 130'000 Franken. Der Aufwand der Forstbetriebsgemeinschaft Oberes Gäu wird unter den Revierpartnern nach dem vertraglich vereinbarten Verteilschlüssel aufgeteilt.

Weiter vermeldete die Bürgergemeinde, dass die Sanierungsarbeiten am Alpenblickweg abgeschlossen sind. Zurzeit ist der Waldweg noch mit Abschrankungen abgesperrt. Sie bittet die Bevölkerung, die Abschrankungen zu respektieren und den Weg bis zur Freigabe nicht zu betreten.

Waldstrassen-Sanierung: zweite Etappe beginnt

Im nächsten Jahr wird die zweite Etappe der Waldstrassen, welche durch die Aufräumarbeiten nach dem Sturm Burglind beschädigt wurden, in Stand gestellt. Die Investitionsrechnung rechnet bei Ausgaben von 50'000 Franken und Einnahmen von 35000 Franken mit Nettoinvestitionen von 15000 Franken. Auch die Stellihütte hat die Bürgergemeinde wieder in Stand gestellt. In den nächsten Tagen wird die Firma Peter Stähli mit den Umgebungsarbeiten beginnen.
Weiter setzte Bürgergemeinde die Landpreise für unerschlossenes Bauland im Baurecht auf 180 Franken pro Quadratmeter und für unerschlossenes Gewerbeland im Baurecht auf 150 Franken pro Quadratmeter fest. (mgt/otr)

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