Rechnung 2019

«Kestenholz ist gerüstet für Herausforderungen»

In Kestenholz blickt man zuversichtlich in die Zukunft.

In Kestenholz blickt man zuversichtlich in die Zukunft.

Die Gemeinderechnung 2019 von Kestenholz schliesst mit einer «schwarzen Null» ab.

Gemeindepräsident Arno Bürgi durfte am Mittwoch 17 Stimmberechtigte aus Kestenholz im Restaurant Waldheim zur ordentlichen Rechnungsgemeindeversammlung begrüssen. Die Zahlen, die Finanzverwalter Markus Wyss vorlegen konnten, waren durchgehend positiv: 2338 Franken Überschuss blieben am Ende des Jahres 2019 in der Kasse; budgetiert war noch ein Minus von rund 175'000 Franken. Es gab also eine Ziellandung mit einer «schwarzen Null».

Die gesamten Steuereinnahmen legen nahe beim Budget, doch während sich die Zahlen bei den natürlichen Personen positiv entwickelt haben, sanken diese bei den in Kestenholz beheimateten Firmen deutlich. Nennenswerte Einsparung folgte im Ressort Bildung, vor allem weil die Lohnkosten leicht sanken, erklärte Wyss.

Die drei Rechnungen der Spezialfinanzierungen fielen alle positiv aus. Da die Wasserversorgung mittlerweile deutlich über eine Million Franken Reserven aufweist, wurde bereits auf dieses Jahr hin eine spürbare Gebührensenkung wirksam. Zahlreiche Anschlussgebühren führten beim Abwasser dazu, dass auch hier die Reserven um rund 100'000 Franken auf deutlich über eine Million anstiegen. Die Abfallrechnung schloss mit einem moderaten Überschuss von 15'000 Franken ab. Hier betragen die Reserven 157'000 Franken.

«Für die Zukunft sind wir gerüstet»

In der Investitionsrechnung stehen Ausgaben von 441'000 Franken Einnahmen von 263000 Franken gegenüber. Die grössten Punkte waren die Schlussrechnungen der Sanierung der Turnhalle Bechburg sowie die Umrüstung der Strassenbeleuchtung.

Somit beträgt in Kestenholz die Nettoschuld 441 Franken pro Einwohner. Der Eigenkapitaldeckungsgrad liegt bei 60 Prozent, was der Empfehlung des Kantons entspricht. Das Fazit des Finanzverwalters Markus Wyss. «Kestenholz hat einen gewissen finanziellen Handlungsspielraum und ist für zukünftige Herausforderungen gerüstet.» Die Jahresrechnung 2019 wurde einstimmig genehmigt.

Danach stand die Genehmigung des Geschäftsberichts der Energie Kestenholz an. Andreas Gautschi, Präsident des Verwaltungsrates, präsentierte die Rechnung. «Wir haben rund acht Millionen Kilowattstunden Strom verkauft und damit einen Gewinn von 156000 Franken erwirtschaftet.» Zusätzlich zur Zahlung der üblichen Dividende von 50'000 Franken erfolgte deshalb eine ausserordentliche Ausschüttung von 100'000 Franken an die Gemeinde. Geschäftsbericht und Rechnung wurden einstimmig genehmigt.

Weiter wurden über einen 2,7-Mio.-Franken-Kredit, welcher die Gemeinde zuhanden der Fernsehgenossenschaft sprechen soll, referiert. Mit dem Geld soll das ganze Dorf mit einem Glasfasernetz versorgt werden. Der Kredit ist innert 25 Jahren zurückzuzahlen. Auch dieses Geschäft wurde einstimmig genehmigt. Die Fernsehgenossenschaft wird das detaillierte Projekt am 8. Juli der Öffentlichkeit vorstellen.

Durchführung St. Ursenchilbi noch fraglich

Gemeindepräsident Arno Bürgi teilte mit, dass eine Kommission ins Leben gerufen wurde, welche sich mit dem Neubau einer Mehrzweckhalle mit Bühne annimmt. Die Feier am 1. August werde stattfinden und der FC Kestenholz wird das Dorfturnier und den Prometallcup vom 1. bis 4. Juli mit speziellen Hygienemassnahmen durchführen. Ob auch die St. Ursenchilbi Ende September durchgeführt werden kann, werde das Organisationskomitee Ende Juli bekanntgeben.

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