Zwei neue Mobilfunkanlagen gleichzeitig auf der Unteren Brühlmatt. Das ist zu viel, finden einige Einwohner von Laupersdorf. Sie haben gegen die Baugesuche bei der Gemeinde Beschwerde eingereicht, wie die Gemeinde Laupersdorf bestätigt. Die Einsprachefrist ist am 5. Mai abgelaufen. Bauen wollen Swisscom und Salt. Salt plant einen 25 Meter hohen Mast, auf welchen alle Technologien aufgeschaltet werden sollen. Damit könne man Kunden in Laupersdorf ein besseres Netzwerk bieten, was sich etwa auf die Downloadgeschwindigkeit auswirken kann. Swisscom hat das etwas Ähnliches vor.

Angst vor schädlichen Strahlen

Die Einsprachen gegen den Bau haben alle den gleichen Grund: Die Einsprecher fürchten sich vor der Strahlung der beiden Antennen. Drei Einsprachen sind insgesamt eingegangen, auf einer haben mehrere Personen unterschrieben. Auf der Gemeinde in Laupersdorf sei man ein wenig überrascht gewesen, dass es Einsprachen gegeben habe, gibt die Gemeinde bekannt. Allerdings sei auch noch nie ein ähnliches Projekt im Dorf realisiert worden. Die Gemeinde hat die Baugesuche und die Einsprachen nun an den Kanton weitergeleitet. Das Bau- und Justizdepartement soll nun abklären, ob die Belastung durch Strahlen von zwei Mobilfunkanlagen tatsächlich zu gross wäre. In rund zwei Wochen erwartet Laupersdorf eine Antwort.

Salt plant Stellungnahme

Salt zeigte sich überrascht davon, dass die Angst vor Strahlung der Grund für die Einsprachen ist: «Das gegen Bauvorhaben – unabhängig ihrer Natur – Einspruch erhoben wird, ist in der Schweiz ein sehr verbreitetes Phänomen. Der hier genannte Grund ist eher ungewöhnlich», schreibt das Unternehmen. Grundsätzlich bestehe in der Schweiz nämlich kein Grund zur Sorge. Die Regeln zum Schutz vor Strahlung seien in der Schweiz streng. Zu den Ängsten aus der Bevölkerung werde Salt Stellung nehmen und versuchen, sie abzubauen.

Grundsätzlich gelte aber: Sofern alle gesetzlichen Vorgaben – insbesondere jene betreffend Strahlung – eingehalten werden, kann die Baubewilligung für eine Mobilfunkantenne nicht verwehrt werden.