Scheltenpass
Jetzt sind auf der ungewöhnlichen Baustelle die Felsspezialisten dran

Wer jetzt die Scheltenpassstrasse passiert, muss Durchfahrzeiten einhalten. Strassenarbeiten machen dies nötig. Derzeit sind dort Felsspezialisten an der Arbeit.

Fränzi Zwahlen
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Die Steinschlagsicherung an der Scheltenstrasse wird verlegt Die seit Ende Februar gestartete Sicherheitsholzerei ist zügig vorangekommen und bereits abgeschlossen.
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Die Steinschlagsicherung an der Scheltenstrasse wird verlegt
Mit eine Seil gesichert verlegt man die Steinschlagsicherung
Ganz schön steile Angelegenheit
Am Seil gesichert, treibt man Eisenstäbe in den Fels.
Die Sicherungsgeflechte liegen schon bereit zur Montage auf dem Bauplatz.
Bis Mitte Juni gibt es definierte Durchfahrzeiten
Ab Restaurant Guldental ist die Strasse während der Bauarbeiten gesperrt.

Die Steinschlagsicherung an der Scheltenstrasse wird verlegt Die seit Ende Februar gestartete Sicherheitsholzerei ist zügig vorangekommen und bereits abgeschlossen.

Bruno Kissling

Wer momentan die Scheltenpassstrasse passieren möchte, muss spätestens noch bis Mitte Juni definierte Durchfahrzeiten einhalten.

Die Sperrung der Strasse ist nötig, damit die Arbeiten zügig und sicher vorangehen können. Wendet man momentan seinen Blick ab Restaurant Guldental westwärts, erkennt man das Gelände fast nicht wieder.

Die ganze Wald-Nordseite ist ziemlich kahl. Nur noch einzelne Baumstrünke ragen aus dem steilen Erd- und Felsreich hervor. Die seit Ende Februar gestartete Sicherheitsholzerei ist zügig vorangekommen und bereits abgeschlossen. Und das auf dem äusserst steilem Waldstück, auf einer Strecke von insgesamt 350 Metern.

Die Scheltenstrasse ist wie folgt gesperrt:

Die Scheltenstrasse ist von Montag bis Freitag zwischen 8.15 und 11.45 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr gesperrt.

An den Wochenenden ist sie passierbar.

Jetzt sind bereits die Felsspezialisten an der Arbeit. In diesen Tagen bohren zwei bis drei Fachleute in zuvor von den Ingenieuren definierten Bereichen 1,5 Meter lange Eisenstäbe in den Jurafels. An diesen Stäben werden dann die Sicherungsnetze gegen Steinschlag montiert, ähnlich wie man dies aus den Alpen kennt. Die Netze liegen schon bereit. Es sind engmaschige und äusserst robuste Drahtgeflechte.

Einer, der gesichert am Seil an der Arbeit ist, ist Roman Kohler aus Schattenhalb bei Meiringen. «Wer diesen Job macht, sollte sich im felsigen Untergrund schon ein wenig auskennen», meint er bescheiden. Früher habe er hobbymässig auch geklettert, doch für diese Arbeit reiche das allein nicht aus. Man müsse spezielle Kurse für die Arbeit am Seil absolvieren. «Noch rund zwei Wochen werden wir brauchen, bis alle Verankerungen gebohrt und die Netze installiert sind», schätzt er. Damit wäre eine der heikleren Arbeitsphasen am Scheltenpass schon erledigt.

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