Gemeindeversammlung
In Kestenholz geht mehr als ein Licht auf

Die Gemeindeversammlung von Kestenholz sagt Ja zu neuer Strassenbeleuchtung.

Gülpinar Günes
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Die Gemeinde Kestenholz will mit der neuen Strassenbeleuchtung jährlich 800 Franken Energiekosten einsparen.

Die Gemeinde Kestenholz will mit der neuen Strassenbeleuchtung jährlich 800 Franken Energiekosten einsparen.

Bruno Kissling

239 neue LED-Leuchten und steigende Bildungskosten waren die wesentlichsten Punkte der Budgetgemeindeversammlung von Kestenholz am Donnerstagabend, wo 21 Stimmberechtigte teilnahmen.

Nach bereits 51 Minuten war die diesjährige Budgetgemeinde von Kestenholz abgeschlossen. Zu diskutieren gab es für die Anwesenden praktisch nichts. Gemeindepräsident Arno Bürgi sowie Finanzverwalter Markus Wyss teilten die Gelassenheit der Anwesenden und widerspiegelten damit die gute finanzielle Situation des Dorfes.

Sanieren und Sparen

Nach einer stillen Gedenkpause für die Verstorbenen seit der letzten Gemeindeversammlung, standen drei Investitionsbegehren auf der Traktandenliste: Marco Hans, Vizepräsident der Bau- und Werkkommission, erläuterte zügig aber klar die Wichtigkeit der 230 000 Franken hohen Investition in die Umrüstung der Strassenbeleuchtung. Nach der ersten Etappe des Projektes, in welchem 2016 vorwiegend Leuchten auf den Nebenstrassen auf LED-Lampen umgerüstet wurde, würde man nun in der zweiten die weiteren 239 bestehenden Strassenleuchten an den Gemeinde- und Kantonsstrassen von Natriumdampf- auf LED-Lampen umrüsten.

Damit würde man jährlich eine Summe von 8000 Franken Energiekosten einsparen. Des Weiteren müssten 312'000 Franken in die Sanierung der Zelglistrasse fliessen, um den Belag der Strasse und die dortige Wasserleitung zu ersetzen, erklärte Benedikt von Däniken, Gemeinderat und Mitglied der Bau- und Werkkommission. Im dritten Antrag ging es um den Neubau des Wasserreservoirs Buechban in Niederbuchsiten: Das Reservoir, welches das Gäu mit Trink-, Brauch- und Löschwasser versorgt, besitze ein zu kleines Speichervolumen, weswegen es abgebrochen und durch eine neue, grössere Anlage ersetzt werden müsse. Beim dritten Traktandum wurde lediglich mitgeteilt, dass der Steuerfuss für natürlich und juristische Personen, Holding- und Domizilgesellschaften, sowie die Feuerwehrsteuer im 2019 unverändert bleiben.

In den darauf folgenden 19 Minuten und 34 Sekunden, wie Finanzverwalter Markus Wyss nebenbei mit einem Lachen bemerkte, gab er eine Übersicht der Erfolgs- und Investitionsrechnung. Abweichungen zum Vorjahr gebe es vor allem in der Bildung, mit Mehrkosten von rund 226'000 Franken und in der sozialen Sicherheit, mit rund 92'000 Franken Mehrkosten. Zurückzuführen seien diese unter anderem auf die steigende Anzahl der Sek P Schüler und dem erhöhten Lastenausgleich, was eine Kostenerhöhung von 50 Franken pro Einwohner im Vergleich zum Vorjahr bedeute. Die Gemeinde könne dennoch einen Aufwandüberschuss von rund 175'000 Franken generieren.

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