Lieder- und Kulturfest

«Heldenhaft aus Leidenschaft»: Die Jubla Schweiz festet in Härkingen

«Kulti», das traditionelle Lieder- und Kulturfest der Jubla Schweiz, lockt dieses Wochenende bis zu 2000 Besucher nach Härkingen.

Über 40 Kubikmeter Rundholz und etwa 1000 Militärblachen wurden auf dem rund vier Hektaren grossen Pfannenstielgelände in Härkingen verbaut. Ein grosses Firstzelt, ein «Berliner», ein Info-Zelt sowie zwei Festzelte, eine mehrstöckige Bar aus Holz und zwei Bühnen stehen bald bereit. Über 2000 Gäste soll das Gelände beherbergen und Platz für Verpflegung und Unterhaltung bieten. Dafür sorgt ein zwölfköpfiges Organisationskomitee bestehend aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern von Jungwacht Blauring. Seit rund zwei Jahren plant das Komitee das «Kulti19» – das Lieder- und Kulturfest der Jubla Schweiz, welches dieses Wochenende, vom 30. August bis 1. September, stattfindet.

Musikfestival mit gemütlichem Jubla-Feeling

«Grundsätzlich ist es ein Musikfestival, wie man es kennt. Einfach mit Jubla-Atmosphäre», sagt Fabian Soland. Als OK-Mitglied kümmert sich der 22-Jährige um PR- und Kommunikationsangelegenheiten. «Es geht nicht nur um Musik. Man sitzt gemeinsam am Lagerfeuer, besucht verschiedene kreative Ateliers und trinkt etwas mit Leuten, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.» Das Programm unterstreicht seine Aussage: Unter dem Motto «Heldenhaft aus Leidenschaft» laufen neben den Auftritten von 18 Schweizer Bands und DJs über das Wochenende verteilt mehrere Aktivitäten. Kinderhelden-Parcours, Kegelbahn, Yoga, Henna- und Siebdruckateliers, eine Jam-Ecke und vieles mehr bieten für jeden der erwarteten 2000 Jublanerinnen und Jublaner aus der Deutschschweiz etwas. Die «Junglebar» auf einem Holzturm in der Mitte des Geländes ist nicht zuletzt auch eine Attraktion für sich selbst, die als eines der Highlights am Wochenende in Erinnerung bleiben soll.

Fabian Soland aus der Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr und OK-Co-Präsident Dome Misteli, Ehemaliger der Jubla Neuendorf, nehmen an diesem Wochenende jedoch erst zum zweiten Mal am «Kulti» teil. «Das Fest war früher im Kanton Solothurn noch nicht so bekannt», begründet Misteli diesen Umstand. Seit 1979 wird das «Kulti» in einem eher kleinen Rahmen veranstaltet. Zu Beginn noch jährlich, anschliessend jeweils alle zwei oder drei Jahre in einem anderen Kanton mit neuem OK.

Vom heimeligen Lagerfeuer zum Festival

«2017 war das erste Fest, das so gross gewesen ist», sagt Misteli. 2000 Jublaner besuchten die Veranstaltung in Muttenz, die unter dem Motto «Gellerettli – Zyt isch ryff» stand. «Das Fest hat mich total beeindruckt», erinnert sich Soland an sein erstes Kulti vor zwei Jahren. «Ich wollte daher beim Kulti19 sehr vieles gleich machen.» Rückmeldungen anderer Jubla-Leiterinnen und Leiter habe seinen Eindruck bestätigt. «Anhand einer Umfrage haben wir die Meinungen, Bedürfnisse und Interessen der Leitenden eingeholt und versucht, diese beim Fest zu berücksichtigen», sagt OK-Co-Präsident Misteli. Ein Anliegen sei die Umweltverträglichkeit gewesen. Beispielsweise stammen alle Biere von regionalen Brauereien und jeder Besucher erhält eine eigene Tasse, die er am Ende sogar mitnehmen kann.

Nach dem letzten Anlass 1980 in Balsthal findet das Kulti nun zum zweiten Mal im Kanton Solothurn statt. Willkommen sind alle über 16 Jahre, nicht nur Jubla-Mitglieder. Über 1800 Tickets sind bereits verkauft und die Wettervorhersage sieht mehrheitlich gut aus fürs Wochenende. Und selbst wenn nicht: «Grundsätzlich gibt es in der Jubla kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleider», sagt Soland lachend. «Wir lassen es uns nicht vermiesen.» Das Ziel sei, «dass alle mit einem Lächeln nach Hause gehen.»

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