Gemeindepräsident Bruno Born begrüsste an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend 38 Stimmberechtigte und machte sich sogleich an die reich befrachtete Traktandenliste.

Das Label «Regionaler Naturpark mit nationaler Bedeutung» wird vom Bundesamt für Umwelt für jeweils zehn Jahre erteilt. Ende 2019 läuft dieses Label für den Naturpark Thal aus. Die Zustimmung geben die Gemeinden durch die Unterschrift unter den Parkvertrag 2020-2029. In einer langen Auflistung zeigte Born auf, was der Naturpark im Detail bis heute bewirkt hat.

In der Versammlung war die Wirksamkeit im positiven Sinne unbestritten. So stimmten die anwesenden Stimmberechtigten fast ausnahmslos zu, den Parkvertrag für die nächste zehn Jahre zu erneuern und den Parkfünfliber zu entrichten.

Ja zur Region zum Zweiten

Die täglichen Staus in der Klus sind seit Jahrzehnten ein Thema, das die ganze Region beschäftigt. Born stellte den Anwesenden das Projekt der Verkehrsanbindung Thal vor.

Die Kosten dafür belaufen sich auf 60 bis 65 Millionen Franken. An diese Kosten muss sich die Standortgemeinde Balsthal mit 7 Millionen beteiligen. Da die Lösung allen Thaler Gemeinden dient, empfiehlt die Gemeindepräsidentenkonferenz Thal, sich mit einem Gesamtbetrag von 2 Millionen Franken zu beteiligen. Der Anteil der Gemeinde Aedermannsdorf beträgt 128 400 Franken, verteilt auf zehn Jahre.

Einzelne Voten in der Versammlung zeigen auf, dass sich die Anwesenden der Dringlichkeit dieser Verkehrsmassnahme bewusst sind. Der vorgeschlagene Kredit, um die Gemeinde Balsthal zu entlasten, wurde deshalb grossmehrheitlich bewilligt.

Bauland soll veräussert werden

Die Gemeinde verfügt über zirka 15 Aaren Bauland südlich des Schulhausareals. Die Parzelle wurde in drei Stücke aufgeteilt. Der Gemeinderat hat für die Veräusserung des Landes Bedingungen aufgesetzt: Das Bauland darf nur für den Eigenbedarf gekauft werden. Zudem muss ein Bauvorhaben spätestens zwei Jahre nach dem Kauf begonnen werden.

Damit das Land zu ortsüblichen Preisen veräussert werden kann, benötigt der Gemeinderat die Kompetenzerteilung der Gemeindeversammlung. Diese wurde von den Anwesenden erteilt.

Im Weiteren wurde der Investitionskredit über 480 000 Franken für die Erschliessung Eisenhammer genehmigt. Mit diesem Anschluss an die Wasserversorgung im Gebiet Eisenhammer, das heute von der Gemeinde Matzendorf versorgt wird, entsteht gleichzeitig eine Verbindungsleitung zur Wasserversorgung Matzendorf. Die Kehrichtgebühr wurde um 15 auf 110 Franken pro steuerpflichtige Person gesenkt.

Budget mit grossem Ertragsüberschuss

Das Budget 2019 sieht einen Ertragsüberschuss von 68 000 Franken vor. In der Wasserversorgung rechnet man ebenfalls mit einem Einnahmenüberschuss von 11 000 Franken. Die Abwasserrechnung schreibt ein voraussichtliches Defizit von 9000 Franken und die Abfallrechnung ein Minus von 1600.

Netto sollen rund 370 000 Franken investiert werden, wovon der grösste Anteil auf die Wasserversorgung im Eisenhammer fällt, nämlich 288 000. Weiter sind 55 000 Franken für die Ortsplanungsrevision vorgesehen sowie noch für die letzte Teilzahlung zur Sanierung der Hauptstrasse mit 30 000 Franken. Der Steuerfuss bleibt in der gleichen Höhe wie bis anhin.