Das Jahreskonzert der Musikgesellschaft Härkingen bietet immer wieder dem eigenen Nachwuchs die Möglichkeit, sich vor einem grösseren Publikum präsentieren zu können und gleichzeitig das eigene Können unter Beweis zu stellen.

Die Jugendmusik Härkingen-Neuendorf, unter der Leitung von Andreas Moser, eröffnete auch das diesjährige Hauptkonzert in der Mehrzweckhalle recht verheissungsvoll mit dem eigens für Jugendblasorchester komponierten Werk «Young Fanfare». In allen Teilen rein vorgetragen wurde anschliessend die Filmmelodie «No better Blues».

Die Geschichte von Mr. Farman mit dem norwegischen Titel «Nei, sa Tjukk du har blitt», oder zu Deutsch «Nein du bist dick geworden», wurde vom Jugendensemble höchst amüsant vorgetragen, weshalb es nicht erstaunte, dass das Publikum nach einer Zugabe verlangte.

An die Elemente angelehnt

Arthur Oegerli freute sich bei seiner Begrüssung über das grosse Interesse, welches durch den zahlreichen Besucheraufmarsch dem Verein entgegengebracht werde. Welche Hintergründe das für das Konzert der Musikgesellschaft ausgewählte Thema «Die vier Elemente» mit sich habe, erklärte in der Folge Adrian Wicki. Der Moderator verstand es ausgezeichnet, von den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft immer wieder einen Bezug zum von der Musikgesellschaft gebotenen Programm herzustellen.

Dem Feuer zugeordnet wurde die erste Nummer mit dem Titel «Armenian Fire Dance» von Goff Richard. Tatsächlich wurde diese anspruchsvolle Komposition feurig und tempostark vorgetragen und liess die Erwartungen auf die folgenden Darbietungen steigern. Mit «Rhine River Impressions» hat Mario Bürki den Lauf eines Flusses von der Quelle bis zur Mündung auf eindrückliche Weise musikalisch dargestellt. Den Musikantinnen und Muskanten, ebenfalls unter der Leitung von Andreas Moser, gelang es bestens, die Vorstellungen des Komponisten umzusetzen und so den Fluss des Wassers in allen Variationen darzustellen. Der ausdrucksstarke Vortrag erntete grossen Applaus.

Eine berührende Atmosphäre schaffte das Stück «Mountain Wind». Martin Scharnagl hat es verstanden, mit seiner Komposition eine emotionale Wirkung zu erzielen und gleichzeitig dem Element Luft gerecht zu werden. Mit dem Lied «S’Zündhölzli» von Mani Matter hat der unvergessliche Berner Troubadur eindrücklich zum Ausdruck gebracht, welche verheerende Folgen das Feuer haben könnte. In seiner unverkennbaren Handschrift hat Mario Bürki dieses Lied für Blasmusik arrangiert.

Jedes Stück passt ins Programm

Auch die weiteren Vorträge wurden dem Motto in jeder Beziehung gerecht wie «Highlights from Frozen», «Trouble in the Air» oder auch «Pirates of Caribbean».

Noch fehlte das Element «Erde». Der Moderator brachte dies auch mit Heimat und Verwurzelung in Verbindung. So sei auch «Country Roads» zu verstehen, verbunden mit dem Wunsch, nach Hause zurückzukehren. Noch brauchte das gut gelaunte Publikum nicht nach Hause zu gehen, wurde doch mit «Alperose» zum Abschluss der unvergessliche Hit von Polo Hofer instrumental vorgetragen.

Auch die beiden Zugaben passten ausgezeichnet ins ansprechende Programm. Mit «Berliner Luft» und «Marmor, Stein und Eisen bricht, ….» von Drafi Deutscher wurde das in jeder Beziehung gelungene Jahreskonzert glorios beendet.