Neuendorf

(Fast nur) positives Echo zum offenen Bücherschrank

Zur Einweihung gab es noch viel Platz im Bücherschrank.

Zur Einweihung gab es noch viel Platz im Bücherschrank.

Die Neuendörfer Kulturkommission zieht nach über einem Jahr ein positives Fazit zum offenen Bücherschrank – mit einer Ausnahme.

Vor gut einem Jahr weihte Neuendorf den offenen Bücherschrank ein. Aus der Telefonkabine an der Bushaltestelle «Kirche» entstand die «Tauschbörse»: Hier können gelesene Bücher in das Regal gestellt werden, und gleichzeitig kann man sich zu neuer Lektüre inspirieren lassen.

In der «Dorfzytig» zieht die Sport- und Kulturkommission Bilanz: «Mit Freude dürfen wir feststellen, dass der Bücherschrank sehr gut genutzt und dass ein reger Bücheraustausch stattfindet. Wir möchten uns ebenso für die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung bedanken.» Die Kultur- und Sportkommission betreut den Bücherschrank wöchentlich und sie sei bemüht, für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen.

Die Mehrheit nutzt das Angebot sorgfältig

«Es ist uns ein grosses Anliegen, dass die Benutzer des Bücherschranks eine tolle Auswahl an Büchern in einer sauberen Umgebung vorfinden», schreibt die Kommission in der Dorfzeitung. Der Grossteil der Benutzer gehe sehr sorgfältig mit dem Angebot und den Büchern um.

«Wir müssen aber auch feststellen, dass einige wenige die schöne Idee von einem öffentlichen Bücheraustausch mit Füssen treten.» Regelmässig, jedoch insbesondere vor Zügelterminen, treffe die Kommission «ein grosses Chaos an».

Bücherschrank als Entsorgungsstelle missbraucht

Der Bücherschrank werde dann als Entsorgungsort für Bücher, Zeitschriften, DVD’s und anderen Abfall genutzt. Mehrmals habe ein 60-Liter-Kehrichtsack nicht ausgereicht, um die hinterlassenen Medien zu entsorgen.

Aus diesem Grund publizierte die Kommission die Regeln zur Benutzung des Bücherschranks und rief die Bevölkerung dazu auf, die Tauschbörse respektvoll zu nutzen. (yas)

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