Ausstellung

Eine Premiere zum Saisonstart der Alten Kirche Härkingen

Judith Nussbaumer macht mit ihren Installationen im Garten der Alten Kirche Härkingen auf die neue Ausstellungssaison aufmerksam.

Wie bunte Mikado-Stäbe stehen die Elemente der Installation «Bamboo» der Fulenbacher Künstlerin Judith Nussbaumer im Garten der Alten Kirche in Härkingen. Die 15 Eisenstangen aus zusammengeschweissten Rohren kündigen den Beginn der Innenausstellungssaison in der Alten Kirche an. Rings um das Gebäude ergänzen weitere, ältere Eiseninstallationen von Nussbaumer das prominent platzierte Werk «Bamboo» und geben einen ersten Vorgeschmack auf die bevorstehenden Ausstellungen, darunter auch eine Einzelausstellung von Nussbaumer selbst.

Die 50-jährige Künstlerin ist Mitglied im Vorstand des Vereins Alte Kirche Härkingen und aufgeregt. Obwohl sie seit Jahren in der ganzen Deutschschweiz ihre Acrylbilder und Eisenobjekte ausstellt, ist ihre bevorstehende Innenausstellung Ende November eine Premiere für sie. «Bisher habe ich mir keine so grossen Einzelausstellungen zugetraut», sagt sie. Es ist das erste Mal, dass sie sowohl in und um die Alte Kirche herum ihre Werke präsentieren darf. «Ich war bis jetzt einfach noch nicht bereit dafür.» Damit meint die gelernte Kauffrau ihre Herangehensweise an ihre Werke. Während sie sich früher zusammenhangslosen Einzelwerken widmete, entsteht die kommende Ausstellung erstmals in einem längeren Prozess. «Ich bin sehr gespannt auf die Resonanz der Besucher», sagt sie.

«Lustwandeln» nennt sie ihre diesjährige Ausstellung. Warum? «Ich bewege mich gerne in der Natur», sagt sie. Mit dem Sujet wolle sie in der «heutigen schnelllebigen Zeit» auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, die Natur als Erholungsraum zu erhalten und zu schätzen. «Der Zauber der Artenvielfalt liegt darin, nicht alles fein säuberlich zu «überpflegen», sondern auch Verblühtes oder Abgestorbenes stehen zu lassen.» Und dies widerspiegle sich in all ihren entstehenden Werken für ihre Ausstellung im November.

Seit einem Jahr arbeitet Nussbaumer bereits auf die bevorstehende Ausstellung hin. «Ich habe mich etwas zurückgezogen, um frei experimentieren zu können», sagt die Künstlerin. Inspiration findet sie gegenwärtig vor allem in verwelkenden Blüten und Blättern. Sehen könne man dies vor allem in der Linienführung ihrer Malereien, die sie neu mit Ölfarbe kreiert. Das Filigrane der Gräser, Stängel, Blüten und Blätter kämen darin immer wieder vor. Auch bei ihren Eisenobjekten habe sie sich auf organische Formen konzentriert. «Es ist für mich eine Herausforderung, aber ich freue mich darauf», sagt die Künstlerin.

Am Mittwochabend, um 18.30 Uhr eröffnet der Verein die neue Saison in der Alten Kirche mit einem Apéro. Die Ausstellung von Nussbaumer startet am 29. November. «Es entsteht noch ganz viel bis dahin», sagt Nussbaumer.

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