Haefeli war Schweizer Flugzeugingenieur der ersten Stunde und damit habe er sich einen Ehrenplatz zu seinem Andenken in der Heimat verdient. Das meint Heinz Büttler, Vizepräsident der Offiziersgesellschaft Thal-Gäu, welche die Initiative für die Lancierung dieses Gedenksteines ergriffen hatte. «Max Rütti hat uns einmal auf die Person von Haefeli angesprochen und wir mussten zugeben: Niemandem von uns war klar, wer er war», berichtet Büttler. «Doch schnell haben wir erkannt, dass Haefeli eine der wichtigsten Persönlichkeiten bei der Entwicklung der Schweizer Militär-Flugzeuge war. Zudem war er auch selbst Offizier.» Die Post gab erst vor kurzem eine Sonderbriefmarke zu seinen Ehren heraus. Man habe mit dem Aviatikkenner aus Grenchen, Peter Brotschi Kontakt aufgenommen, und von ihm mehr über den bedeutenden Flugzeugpionier erfahren.

«Wir erfuhren auch, dass zwischen 1921 und 1929 im Moos in Balsthal öffentliche Flugschauen durchgeführt wurden und so lag es auf der Hand, in diesem Gebiet für August Haefeli einen Gedenkstein aufzustellen.»

Fündig wurden die Verantwortlichen, nach Rücksprache mit den Gemeindebehörden, auf dem Eingangsareal zur Badi Balsthal. Dort soll am kommenden 7. Juni der grosse Gedenkstein mit passender Beschriftung eingeweiht werden. «Es wird ein Jurastein aus dem Steinbruch von Gänsbrunnen sein und auf der angebrachten Gedenktafel sind die wichtigsten Lebensdaten von Haefeli aufgeführt. «Dazu wird zu lesen sein ‹Deine Heimat denkt an Dich›, erzählt Büttler voll Stolz. «Es wird eine feierliche Einweihung mit Ansprachen und Tambourenklängen werden, ist der Mümliswiler überzeugt. Und man geht mit der Zeit: «Auf dem Stein wird auch ein QR-Code angebracht, mittels diesem über Wikipedia noch mehr über August Haefeli in Erfahrung gebracht werden kann.»

Wer war August Haefeli?

August Haefeli wurde am 29. Januar 1887 in Leuzigen geboren. Sein Vater Emil war Gerichtsschreiber in Balsthal. Er war Bürger von Mümliswil-Ramiswil, wuchs in Balsthal auf und absolvierte die Schulen in Balsthal. Im Eisenwerk Klus absolvierte er eine Lehre als Mechaniker. Danach folgte eine Maschineningenieurausbildung in Burgdorf. Von 1912 bis 1915 arbeitete er als Ingenieur in Paris und in Berlin bei den Aerowerken Gustav Otto.

Von 1915 bis 1929 war Haefeli Chefkonstrukteur und Leiter der Abteilung Flugzeugbau bei den Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten in Thun. Unter seiner Leitung wurden die Militärflugzeuge Doppelrumpf DH 1, Langrumpf DH 2, DH 3 und DH 5 entwickelt. 1919 wurde mit einer DH 3 von Haefeli die Linie Dübendorf-Bern als erste schweizerische Flugpostverbindung eröffnet. 1929 bis 1947 war er Ingenieur in Oberdiessbach bei der Maschinenfabrik Vogt und in Villeneuve (VD) bei der Construction mécanique. Von 1948 bis 1960 arbeitete er weiter als freischaffender Ingenieur in Thun, wo er am 5. Juni 1960 starb.