Herbetswil

Die Lage entspannt sich noch nicht: Steuerfuss bleibt unverändert

Hat ein Minus in der Gemeindekasse: Herbetswil.

Hat ein Minus in der Gemeindekasse: Herbetswil.

Die Thaler Gemeinde budgetiert für 2020 ein Minus und belässt daher den Steuersatz bei 133 Prozent.

Finanzverwalterin Gabriela Huber erläuterte an der Gemeindeversammlung ein Budget für das Jahr 2020, das einen Verlust von 48'225 Franken vorsieht. Haupttreiber das Minus sind die nach wie vor sehr hohen Sonderschulkosten. Gemeindepräsident Stefan Müller teilte vor 21 Einwohnern mit, dass die beabsichtigte Schuldenbremse beim Budget 2020 nicht eingehalten werden konnte. Die Ausnahmegenehmigung des Kantons liegt bereits vor. Die hohen Sonderschulkosten werden 2020 leicht sinken.

Müller erklärte, ein weiterer Grund für den Aufwandüberschuss sei, dass in der Erfolgsrechnung viele werterhaltende Investitionen budgetiert sind. So werden beispielsweise laufend kleinere Sanierungsarbeiten am Mehrzweckgebäude vorgenommen. Auch der Gemeinderat würde gerne eine attraktivere Steuerstrategie fahren, sagte Müller. Dafür aber die Infrastruktur zu vernachlässigen, könne sich für die nachfolgende Generation genauso rächen. Grössere Investitionen werden, freilich durch die Schuldenbremse – und aufgrund der bestehenden Verschuldung – auch in den nächsten Jahren nur zurückhaltend vorgenommen. Der Finanzausgleich ist höher als im Vorjahr, da der Härtefallausgleich wegfällt.

Die Spezialfinanzierung Wasserversorgung schliesst mit einem Plus. Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung sowie die Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung schliessen mit einem Minus. Bei gleichbleibendem Steuerfuss von 133 Prozent für natürliche und juristische Personen sind Steuereinnahmen von 1'100'000 Franken budgetiert worden.

Alle Investitionen einstimmig gutgeheissen

Stefan Müller war zu Beginn der Versammlung auf die drei Kredite eingegangen. Netto investiert Herbetswil im kommenden Jahr gut 283'000 Franken. Die Steuerung und die Warmwasseraufbereitung der Heizung im Mehrzweckgebäude wird ersetzt.

Weiter plant die Feuerwehr Mittelthal, ein neues Tanklöschfahrzeug anzuschaffen. Die Kosten werden auf zwei Jahre verteilt. Ebenfalls vor die Stimmbürger kam der Neubau Fuchsackerstrasse, die Wasserleitung Fuchsackerstrasse und die Sanierung der Hofzufahrten.

Den grössten Brocken bilden die Zufahrten zu den Höfen Meier und Gautschi, die ausgebaut werden. Das Projekt wurde bereits vor fast zehn Jahren aufgegleist. Es wird ein Bruttokredit von 410'000 Franken benötigt, wobei der Gemeindeanteil dank Subventionen und Perimeterverfahren bei lediglich 76'000 Franken liegt. Nach kurzer Diskussion genehmigten die anwesenden Stimmbürger und Stimmbürgerinnen den Verpflichtungskredit einstimmig. Ebenfalls einstimmig nahm die Gemeinde den Verpflichtungskredit von 47'500 Franken für die Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Mittelthal an. Gleiches galt für den Verpflichtungskredit von 30'000 Franken für die Steuerung der Heizung im Mehrzweckgebäude.

Der Souverän folgte allen Anträgen des Gemeinderates und genehmigen sowohl das Budget wie auch den beibehaltenen Steuersatz von 133 Prozent einstimmig. (mgt)

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