Thal-Gäu

Die Hallenbäder in der Region sind seit Anfang November wegen Corona geschlossen — bis auf eine Ausnahme

Das Hallenbad in Balsthal bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Das Hallenbad in Balsthal bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Was gilt nun wo und wann darf ich wo was machen? Die Massnahmen gegen die Pandemie waren wohl noch nie so unübersichtlich wie derzeit. Das betrifft auch die Hallenbäder in der Region.

Während grössere Bäder, wie das in Olten oder Zuchwil, unter strengen Massnahmen noch offen sind, entscheiden sich andere für eine Schliessung. Dazu gehört unter anderen auch das Hallenbad in Mümliswil.

Bereits am 28. Oktober verkündete der Mümliswiler Gemeinderat, dass das Hallenbad sowohl für Privatpersonen als auch für Kurse und den Schulbetrieb bis auf weiteres geschlossen wird. Gründe dafür nennt er vor allem zwei: Die Vereine und Organisationen hätten bereits vor dem Entschluss freiwillig darauf verzichtet, die Gemeinde- und Sportanlagen zu nutzen. Die Nachfrage nach dem Hallenbad sei also gar nicht mehr vorhanden gewesen.

Auf Anfrage sagt Gemeindepräsident, Kurt Bloch, dass vor allem Vereine mit älteren Mitgliedern nicht ihre Gesundheit riskieren wollten. Und das sei auch schon der zweite Grund für die Schliessung des Bads. «Die Lage ist im Moment sehr ernst», sagt Bloch im Zusammenhang mit der Pandemie. Der Gemeinderat habe kein unnötiges Risiko eingehen wollen und habe vorbeugend die Schliessung des Hallenbads entschlossen. Die Saison- und Jahresabonnemente werden den Nutzern anteilsmässig wieder rückerstattet. Auch das Hallenbad Falkenstein in Balsthal ist bis auf weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen.

Primar- und Sekundarschule allerdings können weiterhin die Anlage nutzen, solange sie das Schutzkonzept des Hallenbads einhalten. «Der Gemeinderat hat den Entscheid aufgrund der aktuellen Lage gefällt», sagt Gemeindeschreiber, Max Bühler, auf Anfrage. Dabei seien die Massnahmen und Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit massgebend gewesen. Dieses verbietet sportliche Aktivitäten mit mehr als 15 Personen.

Auch Balsthal kommt den Besuchern mit bereits gelösten Abonnementen entgegen. Jahresabonnemente würden um die geschlossene Zeit verlängert und könnten in Ausnahmefällen auch rückerstattet werden. Nutzer mit Saisonabonnementen erhalten einen Teil der Kosten zurück.

Wer schwimmen will, geht nach Oensingen

Wer im Thal-Gäu noch schwimmen gehen will, der wird nach Oensingen ausweichen müssen. Das Hallenbad der Kreisschule Bechburg steht nach wie vor für die Schule als auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Zumindest im Moment noch.

Die Präsidentin des Zweckverbandes der Kreisschule, Arlette von Rohr, betont, dass sie wöchentlich die Lage beurteile und je nach Situation auch mit einer Schliessung reagieren könnte. Derzeit aber sei der normale Betrieb gut möglich: Aufgrund der kleineren Kapazität des Hallenbads können die Auflagen des Kantons umgesetzt werden. Das ermögliche beispielsweise auch die Durchführung von Kursen mit entsprechendem Schutzkonzept. Jeder Besucher über zwölf Jahren muss ausserdem während des Aufenthaltes eine Maske tragen, ausser beim Duschen und im Schwimmbecken.

Auch die Anzahl der Besucher im Hallenbad und in den Garderoben ist begrenzt. Das sei aber kein Problem, weil die Besucherzahlen ohnehin deutlich gesunken seien. Am Abend zähle das Hallenbad noch lediglich 6 bis 7 Besucher. «Wir wollen Bewegung ermöglichen», sagt von Rohr. «Die Leute sollen sich und ihrer Gesundheit etwas Gutes tun dürfen.» Sie verstehe aber auch, dass es bei anderen Bädern in der Region schwieriger sein könnte, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

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