Raiffeisen/Oensingen

Der orangenfarbene Schein wird abgelöst: Die Raiffeisen informierte über «QR-Rechnung»

(Symbolbild)

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Im Bienkensaal informierten die Raiffeisenbanken Balsthal-Laupersdorf, Gäu-Bipperamt und Untergäu über die QR-Rechnung.

«Die Welt wird durch die QR-Rechnung nicht besser, aber Ihre Arbeit vereinfacht sich. Und Sie kommen schneller zu Ihrem Geld.» Michael Mäder, Leiter Vertrieb Zahlungsverkehr Firmenkunden bei Raiffeisen Schweiz, resümierte in einem Satz, um was es ging und hatte damit die Aufmerksamkeit des Publikums auf sicher. 150 Personen waren der Einladung der Raiffeisenbanken Balsthal-Laupersdorf, Gäu-Bipperamt und Untergäu gefolgt, um zu erfahren, was sich für sie als Firmenbesitzer oder Mitarbeitende der Buchhaltung in der täglichen Arbeit ändern soll.

Zeitgewinn bei der Abwicklung

Ein Stichtag wirft seinen Schatten voraus: der 30. Juni 2020. Ab diesem Datum stellen die Raiffeisenbanken um; von den orangen und roten Einzahlungsscheinen auf die QR-Rechnung. Zentrales Element des neuen Dokuments ist das bekannte quadratische Feld mit lauter kleinen weissen und schwarzen Quadraten – der QR-Code – der alle nötigen Informationen enthält. Er soll sowohl Rechnungsstellern als auch -empfängern eine bequeme und markant schnellere Abwicklung des Zahlungsverkehrs ermöglichen. Rechnungssteller können künftig ganz normales weisses Papier verwenden, auf der anderen Seite sparen Rechnungsempfänger manuelle Schritte, indem sie die Zahlung mittels App oder den neuen Belegleser PayEye erfassen. Wodurch sich das eintippen von Referenznummern erübrigt. Firmen, die mit einer Fakturierungs- oder Buchhaltungssoftware arbeiten, benötigen ein Software-Update. Wer die Rechnungsstellung ohne Software abwickelt, muss als einzige Massnahme bei der Bank die entsprechenden QR-Belege anfordern.

Wartung beugt Cyberkriminalität vor

Michael Mäder, der einst in der IT-Branche tätig war und den Internetboom hautnah miterlebt hatte, nutzte die Gelegenheit, auf die Cyberkriminalität hinzuweisen. «Mehr als ein Drittel aller KMU wurden schon gehackt, oft unbemerkt», erklärte er. Wer vorbeugt, könne aber ein hohes Mass an Sicherheit erreichen. Mäders Ratschläge: Die Infrastruktur inklusive Firewall und Virenschutz à jour halten, keine Anhänge zweifelhafter E-Mails öffnen sowie die Mitarbeitenden für das Problem sensibilisieren und beispielsweise immer zwei Personen in die Abwicklung jedes Zahlungsauftrags involvieren. Ebenfalls sollte man ein Auge auf die Datensicherung, das Backup, legen, und überhaupt, die IT müsse regelmässig gewartet werden, «wie das Auto, bei dem wir ja auch jährlich den Service machen lassen», schloss Mäder.

Andreas Furrer, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt, bezeichnete die Veranstaltung im Bienkensaal als überaus gelungen. Er könne sich gut vorstellen, in Zukunft regelmässig Veranstaltungen dieser Art durchzuführen. (mgt)

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