Oensingen

Der Abwasser-Zweckverband stellt das Budget 2021 und neuer Mitarbeiter vor

Hier sieht man ARA Falkenstein in Oensingen. /Archivbild)

Hier sieht man ARA Falkenstein in Oensingen. /Archivbild)

Die ARA-Falkenstein-Delegiertenversammlung genehmigte das Budget 2021. André Eggenschwiler ist seit September neuer Mitarbeiter der ARA Falkenstein in Oensingen.

Präsident Enzo Cessotto, Balsthal, konnte in der Aula «Brühl» in Mümliswil 25 stimmberechtigte Delegierte zur Versammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Falkenstein sowie die Vorstandsmitglieder aus den zehn Verbandsgemeinden begrüssen. Mit Aedermannsdorf, Balsthal, Herbetswil, Langenbruck, Laupersdorf, Matzendorf, Mümliswil-Ramiswil, Oensingen, Holderbank und Welschenrohr vertreten sie insgesamt 21'340 Einwohner des Zweckverbandes.

In den kommenden Jahren soll die ARA Falkenstein in Oensingen mit einem Ausbau Biologie und Mikroverunreinigung (Mikroplastik kann gefiltert werden) für 23 Millionen Franken auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Das Projekt steht vor der Detailprojektierung. Es wurde zudem orientiert, dass die Gemeinde Niederbipp künftig ihr Abwasser der ARA Falkenstein ebenfalls zuführen möchte und Verbandsgemeinde wird. Somit wird sie sich auch am Bauprojekt und an den Kosten beteiligen.

Betriebsleiter Markus Bieli, Laupersdorf, erwähnte, dass am 1. September 2020 der neue Mitarbeiter André Eggenschwiler (42) aus Ramiswil die Arbeit als Betriebsmechaniker Unterhalt und Klärwärter aufgenommen habe. Er ersetzt Josef Kamber aus Laupersdorf, der nach 20 Dienstjahren Ende Juli in Pension ging. Bei der Schlammentwässerung würden pro Woche derzeit zwei Mulden voll Schlamm entsorgt. An Bio-elGas wurde bisher im Jahr 2020 die Menge von 857'000 Kubikmetern produziert, das Soll der Jahresproduktion beträgt rund 1,2 Mio. Kubikmeter Gas. Die letzte Etappe der Kanalsanierung konnte fertiggestellt werden.

Grössere Mengen Bauschutt sammelten sich an

Beim Regenklärbecken-Einlauf hätten sich in den letzten anderthalb Monaten fast 8 Kubikmeter Betonreste, Steine, Sand und Kiesel angesammelt, die wahrscheinlich von Baustellen stammen, berichtete Bieli. Der Regenklärbecken-Zulaufkanal hatte einen Defekt, der behoben werden musste, was 33'000 Franken kostete. Die Behebung von Wasserleitungsbrüchen hätte 7'000 Franken gekostet.

Verwalter Hansjörg Jorns stellte den Delegierten das Budget 2021 vor, die dieses in der Folge einstimmig genehmigten. Bei einem Aufwand von 1,975 Mio. Franken und einem Ertrag von 655'000 Franken betragen die Betriebskosten 1,32 Mio. Franken. Im Vergleich zum Budget 2020 sind diese um 100'150 Franken höher, jedoch im Vergleich zur Betriebsrechnung 2019 um 100'634 Franken tiefer. Hansjörg Jorns begründete dies mit tieferen Kosten beim Personalaufwand und tieferen Kosten beim baulichen und betrieblichen Unterhalt.

Wesentlich tiefere Erträge aus der Flotatanlieferung und dem Verkauf von Biogas gemäss Hochrechnungen aus dem aktuellen Betriebsjahr sind weiter budgetiert sowie höhere Dienstleistungshonorare (Fremdwasser-Kampagne, Anpassung der Statuten, des Kostenteilers und der Frachtverträge, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit).

Investitionen beeinträchtigen Gebühren nicht

Bei der Investitionsrechnung sind im Budget 2021 die zusätzlichen Kosten für den grösseren Umfang der beiden Vorprojekte «Elimination Spurenstoffe» und «Biologische Stufe» mit einem Betrag von insgesamt 510'000 Franken enthalten.

Die Betriebskosten und die Investitionsausgaben werden den Verbandsgemeinden vollumfänglich übertragen. Für das Personal gibt es keine Teuerung. Jorns erklärte, dass die geplanten Investitionen tragbar seien und sie sich 2021 nicht wesentlich auf die Gebühren auswirken dürften.

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