Trimbach
Das Unterwasser-Abenteuer feiert sein 7-Jahr-Jubiläum

Das Musical «Das Geheimnis der sieben Perlen» der Trimbacher erntete an seiner Jubiläumsaufführung grossen Applaus. Schon seit 7 Jahren wird das Traditionsmusikal aufgeführt.

Raphaela Glätti-Gysi
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Die Kinder liessen sich an der 50-Jahr-Jubiläumsveranstaltung der Musikschule vom Publikum feiern.

Die Kinder liessen sich an der 50-Jahr-Jubiläumsveranstaltung der Musikschule vom Publikum feiern.

Bruno Kissling

Schon vor Beginn der Aufführung winkten die zahlreichen Kinder im Publikum den Kindern des Piccolo-, Kinder- und Jugendchors zu, welche sich ganz in neongrün schon hinter dem Orchester unter der Leitung von Stefan Frei aufgereiht hatten. Dann traten zwei Kinder auf. Jan und Lisa machten sich auf die Reise für Ferien beim Grossvater am Meer. Dort angekommen, sassen Lisa und Jan auf einem Felsen und vertrieben sich die Zeit mit Angeln. Soeben hatte Lisa eine Flasche an Land gezogen. Die beiden Kinder brachten die Flaschenpost zum Grossvater, sie wollten wissen, was in der Flasche so ein merkwürdiges Geräusch machte. Beim Öffnen kam ein Brief zum Vorschein. Lisa begann ihn vorzulesen, der Grossvater unterbrach sie alsbald und seufzte. Als er noch zur See gefahren sei, hätte eine Meeresprinzessin ihm und den andern Matrosen das Leben gerettet. Er habe sich mit einer Perle bedankt, die er zuvor aus dem Meer gefischt hätte. Die Prinzessin habe ihm damals versprochen, ihre Geschichte und die erlebten Abenteuer auf der Suche nach den restlichen verlorenen Perlen, aufzuschreiben und ihm zu schicken.

Odyssee unter Wasser

Die Bühne des Mühlemattsaals verwandelte sich in eine Unterwasserlandschaft, als Algen verkleidete Schülerinnen und Schüler sowie eine «Meeresschnecke» kreisten um die beiden Hauptdarsteller Fisch-Flössli und Aquarina, die Meeresprinzessin. Die Prinzessin wird bald schon sieben jährig und konnte ihre Neugier auf das Geschenk ihres Vaters, dem Meereskönig Algi Algeretto, kaum zügeln. Ihr Freund Fisch-Flössli versucht sie davon abzuhalten aber die Prinzessin hatte sich schon auf den Weg zur Geschenkhöhle gemacht. Sie öffneten die grosse Muschel und fanden eine Perlenkette mit sieben Perlen. Als die junge Prinzessin die Kette umhängte, hörte sie ihren Vater rufen. Sie war so erschrocken, dass die Kette sich beim Umdrehen in einer Koralle verhedderte und die Perlen in alle Richtungen davon sprangen. Der Meereskönig war so wütend und enttäuscht, dass er zu Aquarina sagte, sie habe jetzt ihr Glück verspielt, sie müsse nun die Perlen suchen und dürfe erst zurückkehren, wenn die Kette wieder vollständig sei.

Fisch-Flössli wollte Aquarina nicht im Stich lassen und machte sich mit ihr auf die Suche nach den verlorenen Perlen. Sie waren schon ein Jahr unterwegs und hatten noch keine der Perlen gefunden, als sie auf einen Quallenschwarm stiessen. Die Quallen stritten sich um eine der Perlen von Aquarina und ihre Arme verfingen sich ineinander. Aquarina und Flössli erhielten als Dank die Perle. Nach einem weiteren Jahr begegneten sie einem Schiff, das von Matrosen geputzt wurde. Nach einem Sturm retteten Aquarina und Flössli die Matrosen aus der Seenot, einer von ihnen, der Grossvater von Jan und Lisa, übergab ihr die besagte Perle. Nach einem weiteren Jahr sehen die Prinzessin und der blaue Fisch-Flössli, wie Krebse am Strand hinter einem Ball herrennen. Es war ein besonders schöner Zangenball, nämlich eine von Aquarinas Perlen. Als Dank, dass die beiden den Krebsen die eingerosteten Scheren mit einem «geheimen Meeresöl» reparierten, übergaben sie der Prinzessin die dritte Perle. Wiederum ein Jahr später treffen sie auf einen Oktopus. Seine Tentakeln, mit Wolle gestopfte Damenstrümpfe hatten sich verknotet. Eine Perle hatte sich an einer Tentakel verfangen, diese übergab er dankbar der Prinzessin. Nach einem erfolglosen Jahr Suche verfiel Aquarina in einen tiefen Schlaf. Unsanft wurde sie geweckt, Flössli konnte sie gerade noch vor einem grossen Hai retten. Und wie es der Zufall wollte, klebte eine der Perlen am Maul des Fisches.

Flössli konnte sie sich schnappen. Als sie weiterzogen, gerieten sie in einen Wasserstrudel. Die sechste Perle bewegte sich darin. Aquarina gelang es, die Perle aus dem Strudel zu ziehen. Voller Zuversicht machten sich die beiden auf die Suche nach der letzten Perle. Sie stiessen auf ein Schiffsfrack, in dem sich sich eine Truhe befand. Nur der Schlüssel fehlte. Fisch-Flösslis Freund Sigi Sagifisch durchsägte problemlos Kette und Vorhängeschloss. Zum Vorschein kam die letzte Perle.

Verwandelter Prinz

Zur gleichen Zeit sass Algi Algeretto auf seinem Thron, er hatte die Hoffnung seine Tochter wieder zu sehen aufgegeben, als ein Diener aufgeregt von Aquarinas Rückkehr berichtete. Nach sieben langen Jahren schloss er seine Prinzessin wieder in die Arme. Fisch Flössli solle die Perlenkette auch einmal tragen, sagte Aquarina und legte sie ihm um. Kaum geschehen, verwandelte der Fisch sich Prinz Flosse. Er sei vor langer Zeit von einer Meereshexe in Fisch Flössli verzaubert worden. Nur Aquarina hätte ihn befreien können. Er wolle nun immer bei ihr bleiben.

Nach dem kurzweiligen Musical bedankten sich alle mit dem Schlusslied, die Füsse der Zuschauer wippten im Takt, besonders die Kinder waren begeistert, was sie durch lautes Füssestampfen bezeugten.