Coronavirus

Das Thal weist die zweittiefsten Zahlen des Kantons auf — wohingegen das Gäu im Mittelfeld liegt

Der Bezirk Thal schneidet in Sachen Corona sehr gut ab. (Symbolbild)

Der Bezirk Thal schneidet in Sachen Corona sehr gut ab. (Symbolbild)

Laut den Fallzahlen des Kantons Solothurn schneidet insbesondere das Thal in Sachen Corona sehr gut ab.

Der Kanton Solothurn publiziert auf seiner offiziellen Corona-Website die Fallzahlen, sortiert nach Gemeinden. Gemäss der Ansteckungszahlen, schneidet der Bezirk Thal sehr gut ab. Er hat genauso tiefe Fallzahlen wie der Stadtbezirk Solothurn. Damit weist er die zweittiefsten Zahlen im Kanton auf. Noch weniger hat nur der Bezirk Bucheggberg. Das Gäu hingegen liegt mit seinen Fallzahlen etwa im Mittelfeld.

Ein Blick auf die Gesamtstatistik zeigt: Je weniger Einwohnerinnen und Einwohner eine Gemeinde hat, umso tiefer sind auch die Ansteckungszahlen. Rechnet man sie jedoch prozentual auf die Anzahl Einwohner, haben in mehreren Fällen die bevölkerungsreichsten Ortschaften nicht mehr die höchste Quote.

So auch im Bezirk Gäu. Während in Oensingen rund 0.3 Prozent der Bevölkerung am Virus erkrankten, sind es in Wolfwil über 0.5 Prozent. Der Gemeindepräsident von Wolfwil, Georg Lindemann, stellt auf Nachfrage der Redaktion die Vermutung auf, dass dies mit zwei grösseren Vorfällen in der Gemeinde zusammenhängt. Eine Gruppe von Menschen habe sich an einer Geburtstagsfeier gegenseitig angesteckt. Ein andermal seien es eine Handvoll Kinder gewesen, die miteinander geturnt haben.

Die Fallzahlen im Bezirk Thal

Anders sieht die Lage im Thal aus. In seiner bevölkerungsstärksten Gemeinde, Balsthal, haben sich auch prozentual am meisten Menschen infiziert. Gemeindepräsident Pierino Menna sagt, dass es schwierig ist dafür eine Ursache zu finden. «Als Gemeindeverwaltung haben wir unser Möglichstes getan, damit die Massnahmen eingehalten werden.» Der Rest liege aber anschliessend in der Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Eine ähnliche Antwort gibt auch Urs Hubler, Gemeindepräsident von Holderbank (SO) auf Anfrage. In seiner Gemeinde war die Ansteckung zum Zeitpunkt der Anfrage noch bei null. (Anmerkung der Redaktion: Das Gespräch mit Herrn Hubler fand am 7. 10. statt, als in Holderbank noch kein Corona-Fall bekannt war.) «Ich bin froh, ist die Fallzahl in Holderbank null. Ich habe dafür aber keine Erklärung. Es mag daran liegen, dass sich in einem kleinen Dorf weniger Leute auf kleinem Raum treffen.» Er vermutet, dass die Einwohner auf das Virus sensibilisiert sind und sich die Vereine an die Schutzkonzepte halten.

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